Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

I. Archiv-Wissenschaften - 5. Karl Lechner (Wien): Das Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz, seine Geschichte und seine Bestände, nebst Regesten

Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz. 75 kaufen an Stelle der drei genannten Erben nach ihrer verstorbenen Schwiegermutter Pluemblin das Holz in der Somerau, dienstbar nach Gloggnitz, ihrem Schwager Hans Pauschnwein, Bürger und Handelsmann zu Neunkirchen. Siegler: Propst Ulreich zu Gloggnitz als Grundherr, durch Betzedl. (Nr. 106) 179. Gloggnitz, 1611 VIII 25. Christoph Flaminius und seine Frau Kunigunde verkaufen mit Zustimmung des Propstes Jakob von Gloggnitz eine unter seiner Obrigkeit stehende Wiese dem Peter Paumb- gartner, Untertan des genannten Gotteshauses, um 150 Gulden. Siegler: Propst Jakob Endres von Gloggnitz. (Nr. 32) 180. 1618 VII 5. Propst Benedikt von Gloggnitz bestätigt, daß mit seiner Zustimmung Jakob Hoffstetter und seine Frau dem Georg Gschistl und seinen Erben ein ,,holzstätl“ samt einem Baumgarten, das dem Gotteshaus Gloggnitz dienstbar ist, um 30 Gulden verkauft hat. Siegler: Aussteller (Benedict Pistor). (Nr. 127) 181. Gloggnitz, 1632 II 1. Propst Maurus von Gloggnitz bestätigt, daß er eine Wiese seiner Jurisdiction, bei Schottwien, die ihm heimgefallen ist, auf zwei Leiber seinem Untertan Hans Jager in der Au und seiner Frau verkauft hat, nach deren Tode sie wieder zurückfallen soll. Siegler: Aussteller (Benedict Hepavr). (Nr. 32) 182. Passau, 1637 XII 6. Auf Bitten Abt Benedikts von Formbach für sich, seinen Konvent und für das Gotteshaus Gloggnitz in Unterösterreich, ,,so bemeldtem Kloster Formbach zugehörig und zugetan ist“, auch für die beiderseitigen Pfarrgemeinden, und auf seinen Bericht hin, daß einst auch bei seinem Kloster Formbach und dem Gotteshaus Gloggnitz vor undenklichen Zeiten eine Bruderschaft Unser lieben Frau war, die durch später eingerissene Ketzerei erloschen ist, daß aber die Fundation zu erspüren und wieder aufzurichten wäre, nimmt der Passauer Domdechant Johann Georg Freiherr von Herberstein diese Bruderschaft in die durch Papst Urban VIII. am 21. Juli 1631 bei der Kapelle „Unser Frauen-Hilf“ am Kapuzinerberg bei Passau errichtete Bruderschaft zu Ehren Maria-Hilf als Tochterkonfratemität mit den gleichen Freiheiten und Gnaden wie die Mutter auf. Unterschriften: Hans Georg Freiherr zu Herberstein und auf der Plica: Abraham Gulden a Secretis. Siegel der Bruderschaft (in Blechkapsel): Maria Hilf-Bild. Umschrift: „Sig. Fraternitatis Bea. Virg. Mariae auxiliatricis Passav. 1630. (Nr. 124) 183. Wien, 1662 III 23. Die Verordneten des Erzherzogtums Österreich unter der Enns verkaufen — unter Berufung auf die ihnen vom Kaiser, bzw. Landesfürsten 1657 auf ewig überlassene Tatz oder das duplizierte Zapfenmaß im ganzen Lande (so daß sie sie weiter verkaufen können) — die Tatz in den zur Propstei Gloggnitz gehörigen Orten: Markt Gloggnitz, Hart, Weißenbach, Au, Aichberg, Tobl und Baumgarten „nächst bei der Wien gegenüber St. Veit“, dem Herrn Birinthoni Prunnmayr, Vicar der Propstei Gloggnitz, um eine Summe Geldes laut Tatzordnung vom 23. Jänner 1655. Sie setzen sich zu Bürgen dafür, „wie solches das Schermbrecht, Gebrauch und Gewohnheit in diesem Erzherzogtum unter der Enns erfordert“. Unterschriften und Siegel der Verordneten: Propst Jacob von St. Dorothea, Abt Gregor zu Göttweig, Ferdinand Freiherr von Sprinzenstein, Ferdinand Herr von Herberstein, Raimund von Heyßperg auf Merkenstein, Johann Anton Pruger (2 Siegel abge­fallen). (Nr. 72) 184. Vorau, 1677 VII 29. Vergleich zwischen Vorau und Gloggnitz wegen Einnehmung des Abfahrts­geldes ihrer beiderseitigen, sich jeweils in anderen Territorien seßhaft machenden Erbholden, Söllner und Untertanen. Auf Grund der Klage der beiderseitigen Untertanen, wonach im Herzogtum Steyr keine Herrschaft von ihren Erbholden und Untertanen ein Abfahrtsgeld begehre, verzichten die beiden Herrschaften gegenseitig auf die Abfahrtsgelder. Zwei gleichlautende Vertragsexemplare werden ausgestellt, gegenseitig vom Dechant von Vorau und Propst von Gloggnitz gesiegelt. Siegler: Dechant Laurentius Ciuitall von Vorau (Papier, unter Papier aufgedrücktes Siegel). (Nr. 132) 185. Rom, 1693 III 5. Papst Innozenz XII. gewährt einen Ablaß von sieben Jahren für die Besucher der Pfarrkirche Payerbach, ihrer Kapellen und Altäre nach gewöhnlichen Bedingungen. (Nr. 000) 186. Wien, 1693 VIII 21. Die Verordneten des Landes Österreich unter der Enns verkaufen auf Grund des ihnen vom Kaiser für die zur Einbringung der Kriegskosten bewilligten 600.000 Gulden freieigen­tümlich überlassenen Drittels der Steuer oder der doppelten Gült dem Herrn Berenger Perfaller, Vikar zu Gloggnitz, das Drittel von der Steuer beim Kloster daselbst per 3224 Gulden 2 P 5 a'i, welche in das Obereinnehmeramt abgeführt wurden, so daß sie ferner dieses Drittel Steuer von den Untertanen einnehmen können. Siegler: die sechs Verordneten (mit Unterschriften): die Äbte Raimund von Altenburg, Sebastian von den Schotten, Christof Ferdinand von Rappach, Heinrich Graf von Hohenfeld, Ernst Eustach Grundmann von Falkenberg, Franz von Wellenstein. (Nr. 215) 187. 1704 II 19. Inventar über die Propstei Gloggnitz, über Auftrag des niederösterreichischen Regimentes aufgerichtet. (Darunter auch „schrifftliche Documenta vnd Grundtbuecher“.) (Nr. 224)

Next

/
Thumbnails
Contents