Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/05)

H. -Dieter Pöltz: Das entwicklungsproblem im Verhältnis von philosophie und naturwissenschaft

- 40 ­kommt man zu Einsichten, die für eine philosophische Entwicklungstheorie von Bedeutung sind: /2/ In Entwicklungsprozessen ist sowohl für die Gesetzesgesamtheit als auch für einzelne Gesetze ihre Einheit mit den Bedingungen — und deren Kontingenz (umfangmässige Begrenzung, qualitative Veränderung, zeitliche Verfügbarkeit) — zu beachten. /3/ Mit dieser Einheit von Gesetz und Bedingungen wird durch den in ihr erfasste n Zusammenhan g von Bedingung, Möglichkeit un Wahrscheinlichkeit ihrer Verwirklichung die für Entwicklungsprozesse wichtige Möglichkeit der Suspendierung, Modifizierung und Hervorbringung von Gesetzen begründet. In diesen Erscheinungen findet das für Entwicklungsabläufe insgesamt wichtige Prinzip der Negativitä t oder, wie MARX es nannte, die Dialektik der Negativität als bewegendes und erzeugendes Prinzip (MARX 1968. 574.), seinen sichtbaren Ausdruck. Unter dialektischer Negativität wird hier die allgemeine Gesetzmässigkeit verstanden, dass alles Endliche die Bestimmung enthält, sich selbst aufzuheben, dass alle Dinge durch ihre eigne Entwicklung die Bedingungen ihrer Vernichtung mit Notwendigkeit erzeugen (ENGELS 1975 124.) und "alles Einzelne, alles Endliche überhaupt, das Gesetz seines eigenen Untergangs in sich trägt" (STIEHLER, 1977. 36.). Weiter gilt: /4/ Entwicklungsprozesse verlaufen nicht in monotonen Einförmigkeit als stetiger Aufstieg in tradischer Form von Position, Negation und Negation der Negation, sondern sind durch sprunghafte Übegänge, qualitativ unterschiedene Stadien und Perioden — Stagnationen, Regressionen, Kreisläufe eingeschlossen — gekennzeichnet, die durch prozessinhärente Gesetze determiniert werden. Und schliesslich: /5/ In einer sich bedingenden Einheit von Historizität und Universalität besitzen die an Entwicklungsabläufen beteiligten Gesetze im Rahmen ihrer Gesamtheit Einfluss auf die Struktur und den Verlauf des Prozesses . Auf diese Weise erhält die von ENGELS getroffene — und mitunter skeptisch beurteilte -- Feststellung: "Die ewigen Naturgesetz e verwandeln

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