Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/05)

H. -Dieter Pöltz: Das entwicklungsproblem im Verhältnis von philosophie und naturwissenschaft

- 41 ­sich auch immer mehr in historische" (ENGELS 1975. 505.), eine glänzende Bestätigung. Unter Bezugnahme auf die Gesetze der Gravitation und Energieumwandlung schlussfolgerte er: "Aber diese Theorie selbst verwandelt sich mit ihrer allgemeinen konsequenten Durchführung auf alle Naturerscheinungen in eine geschichtliche Darstellung der in einem Weltsystem von seiner Entstehung bis zu seinem Untergang nacheinander vorgehenden Veränderungen, also in eine Geschichte, in der auf jeder Stufe andre Gesetze, d. h. andre Erscheinungsformen derselben universalen Bewegung herrschen" (ENGELS 1975. 505.) Das betrachtete Beispiel der Sternentwicklung beweist anhand empirisch gesicherten Fakten das Zutreffen dieser Auffassung. Und diese Bestätigung ist zugleich mit einer Erweiterung verbunden, die sich insbesondere aut die Existenz und das Zustandekommen von Zyklen und relativen Zielen in Entwicklungsprozessen bezieht und die Bestimmung objektiver Entwicklungskriterien möglich erscheinen lässt (Hörz-Wessel 1983.). Ist das in seinen groben Konturen beschriebene Bild der Veränderung kosmischer Objekte schon für sich genommen faszinierend, so erhöht sich der Wert der vorgestellten Entwicklungskonzeption durch ihre Gültigkeit auch für gesellschaftliche Erscheinungen, woran, wenn man sich der Worte von ENGELS über das Ziel seiner naturwissenschaftlichen Studien erinnert, für ihn im allgemeinen kein Zweifel war (ENGELS 1975. 11.). Ein mit dialektischer Konsequenz beschriebenes Beispiel lieferte MARX im "Kapital" bei der Analyse der geschichtlichen Tendenz der kapitalistischen akkumulation (MARX 1962. 790.). Er wies nach, dass sich die Entwicklung auf stets wachsender Stufenleiter "durch das Spiel der immanenten Gesetze" selbst vollzieht, das "Kapitalmonopol zur Fessel der Produktionsweise wird, die mit und unter ihm aufgeblüht ist" und daher "die kapitalistische Produktion mit der Notwndigkeit eines Naturprozesses ihre eigne Negation erzeugt" (MARX 1962. 790. ff.). Im Falle gesellschaftlicher Erscheinungen muss die Spezifik der Gesetze dieses Bereichs beachtet werden, die menschliche Tätigkeit als konstituierendes Element enthalten und sie determinieren (HAHN 1975. 7.). Gerade weil in gesellschaftlichen Entwicklungsabläufen durch die in ihnen realisierte Einheit von Prozesshaftigkeit und gesetzmässiger

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