Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)
Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter
- 47 pionier sichtbar wird. Erfahrungen und Untersuchungen zeigen jedoch, daß diese positive Motivation für die späteren Schuljahre nicht erhalten bleibt, wenn die Schüler ihre mit dem Jungpionierstatus erlangten Rechte ungenügend realisieren können, wenn also z.B. gegen den freiwilligen Charakter der gesellschaftlich-politischen Tätigkeit verstoßen sowie wenig Selbständigkeit gewährt und gefördert wird. Andererseits bedürfen die Kinder gerade für die freiwillige und selbständige Gestaltung dieser Tätigkeiten grundlegender Orientierungen durch die Pädagogen (vgl. K.Franke 1986.) Wenn diese Seiten der neuen gesellschaftlichen Stellung der Kinder als Schüler und Jungpionier ebefalls angemessen beachtet werden und nicht nur - wie es oft der Fall ist - die Pflichten überbetont werden, wenn also die Dialaktik von Rechten und Pflichten voll beachtet wird, dann entstehen weitere wichtige Bedingungen für ihre Entwicklung. Auch - oder vielleicht sogar besonders - aus dem Erleben ihrer Rechte, das wird oft unterschätzt, erwachsen den Kindern Kräfte, um den neuen Anforderungen zu genügen. Deshalb sollte den Kindern gegenüber nicht nur hervorgehoben werden, was sie als Schüler und Jungpioniere tun sollen und müssen, sondern zugleich, was sie im Zusammenhang mit den neuen Handlungsmöglichkeiten tun dürfen. Das ist insbesondere für ihre Aktivitöt als Jungpioniere erforderlich. Aus der erläuterten neuen gesellschaftlichen Position als Schüler und Jungpionier sowie im Rahmen der ganztägigen Bildung und Erziehung ergibt sich des weiteren zwangsläufig, daß Kinder im frühen Schulalter gegenüber ihrer Vorschulzeit relativ sprunghaft und in steigendem Maße gleichzeitig Mitglieder mehrerer Gruppen und Kollektive sind, nämlich der Familie, der Schulklasse, des Pionier kollektivs, der Hortgruppe, der Interessen- und Arbeitsgemeinschaft usw. Das. gibt den Kindern zwar einerseits die Möglichkeit, ihren sozialen Aktionsradius zu erweitern, mitmenschliche Erfahrungen zu sammeln, ihren geistigen Horizont auszuweiten, stellt aber andererseits auch hohe und steigende Anforderungen an ihre soziale Flexibilität und Kooperationsfähigkeit, die sich erst allmählich unter pädagogischer Leitung herausbilden. Den Kindern tritt also mit Schulbeginn und im weiteren Verlauf der Unterstufe ein spezifisches System objektiver Anforderungen und Möglich-