Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)

Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter

- 48 ­keiten entgegen, für deren Bewältigung und Nutzung das am Ende des Vor­schulalters erreichte Entwichklungsniveau zwar eine wichtige, jedoch nicht ausreichende Voraussetzung bildet. Von der Art und Weise, wie sich in der kindlichen Tätigkeit Anforderungen einerseits und objektive bzw. subjektive Realisierungsmöglichkeiten andererseits begegnen, wie die hi­erbei notwendigerweise auftretenden Entwicklungswidersprüche, pädagogisch gelenkt, von den Kindern gelöst werden, davon hängt es ab, welche Rich­tung und Qualität die Entwicklung annimmt, welche psychischen Neubildun­gen entstehen und welchen Entwicklungsstand die Kinder als Subjekt ihrer in ein System gesellschaftlicher Zusammenhänge eingebetteten Tätigkeiten und Lebensbeziehungen erreichen. Das sol] an zwei Problemen der psyc­hischen Entwicklung im frühen Schulalter sichtbar gemacht werden. 3./ Zur Subjektposition des Kindes im frühen Schulalter Die Subjektposition der Kinder kommt besenders konzentriert in ihrer Lernmotivation und Lerneinstellung zum Ausdruck. Gewöhnlich sind die Kinder zu Beginn ihrer Schulzeit für das Lernen sehr positiv motiviert. Das liegt in der Hauptsache darin, daß sie in der Zeit, in der das Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen im Mittelpunkt stehen, die Wirkung und Bedeutung dieser Fortschritte Unmittelbar erle­ben. Dieser AneignungsprozeB wird von den Schulanfängern gewöhnlich mit Spannung erwartet. Sie haben die Erwachsenen und die älteren Geschwister seit langem um die Möglichkeiten beneidet, mit Hilfe der Schriftzeichen Informationen zu empfangen bzw. zu übermitteln. Durch den Erwerb des Le­sens und Schreibens wird die Sprache für die Kinder zunehmend und auf spezifische Weise, zum Mittel der symbolischen Repräsentation der Erschei­nungen und zum Instrument des Denkens. Die Schriftsprache eröffnet den Kindern zugleich eine neue Art ihrer Beziehungen und einen spezifischen Zugang zur Welt der Objekte, Personen und Ideen. Dadurch wird ihr Akti­onsradius innerhalb kurzer Zeit qualitativ und quantitativ enorm erwei­tert, was ihre Möglichkeiten erhöht, sich als Subjekte ihrer Tätigkeiten zu erleben. Das stimuliert und steigert die Lernfreude und Lernaktivität der Schüler. Bald müssen sie jedoch zunehmend Aufgaben erfüllen (in Or­thographie, Grammatik, Geometrie usw.), deren subjektiver Sinn von ihnen

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