Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 2004. Band. 5. Germanistische Studien. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series)
DOMONKOS ILLÉNYI: Gedanken über die Gesellschafts und Geschichtsphilosophie von Walter Benjamin II
Gedanken liber die Gesellschafts- und Geschichtsphilosophie. 41 kulturellen Güter, die einst durch die Fronarbeit der anonymen Zeitgenossen und die Fretterei der grossen Genies geschaffen wurden. Alle Dokumente der Kultur sind in diesem Sinne die Dokumente des Barbarensieges des Uber — und Wegnehmens, aber auch der Enteignung und Verfálschung. Der Historiker soil sich davor verschliessen. Seine Aufgabe ist es: in der Geschichte gegen den Strich zu bürsten. Man mag sich iiber die Machtergreifung des Antichristen wundern, man kann ihm bloss im Namen des Fortschritts als einer historischen Normative entgegentreten. Man kann die tradierten bürgerlichen und hberal-demokratischen Gedankengánge provisorisch auch dadurch retten, dass man mit dem Bősen Kompromisse schliesst. Der Konformismus ist hier jedoch Verrat; der Glaube an das Wunder ist eine Flucht vor der Wirklichkeit . Der deutsche Arbeiter förderte ungewollt den Sieg der extremen politischen Gruppén „der technischen Rationalitát" — mit der Neubelebung der altén protestantischen Arbeitsethik, mit seinem Fleiss und der Bereitschaft zum Bedienen technischer Gerate. Wahrend die Welt in der Unterjochung der Natur vorwartsschritt, wurden die humanistischen Werte in der Gesellschaft zugrunde gerichtet, der Gesellschaftsmensch versank in den Zustand der Barbarei und des ausgelieferten Sklaventums. Gibt es einen Ausweg aus diesem Halbdunkel? Darauf bekommt man eine indirekte Antwort von Walter Benjamin. Er sinniert, auf wen warte die Rolle des Erlösers, der gleichgeschaltet oder „des Hasses und der Opferbereitschaft" entwöhnt sei. Die Aufgaben des Geschichtsschreibers sind: — die authentischen Krafte der Gesellschaft zu finden und sie in den Kampf zu fiihren; so und erst so ist das Tor der neuen Welt durch die Unterbrechung des historischen Kontinuums zu betreten. Der metaphorische Kern seines Vorgehens lautet: in dem Werk birgt sich das Lebenswerk, in dem Lebenswerk ist das Zeitalter verbogen, in dem Zeitalter liegt der ganze Ablauf der Geschichte. Am Baum des historischen Wissens gedeihen ernahrende Früchte, und ihren Inneren wohnt die Zeit als wertvoller, aber geschmackloser Samen, als Trager des neuen Lebens inne. Benjamins Botschaft könnte sein: mit dem Ergreifen der Totalitát mögen wir wohl denen behilflich sein, die das Ziel der Kultur in der Rettung der Werte sehen, die sich aus der konformen Welt von Repression und Wohlstand ausscheiden, die sich vom Vorhandensein des materiellen Reichtums und der Füllé ihres Glücks nicht abhángig machen. IV. Die Sphinx versetzte die Bewohner der Stadt Theba in Angst, beschwört der Verfasser die ehemalige Anekdote. Solange wünschte sie sich