Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1995. Sectio Philosophica.(Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 22)
Philippe Despoix: A termékeny félreértésről (Megjegyzések Arnold Hauserhez, Lukácshoz és Popper Leóhoz)
hätte der Maler es erreicht ohne diese tiefe hoffnungslose Absicht: das Eigenste wiederzugeben. Denn diese Absicht ließe ihn einen Körper machen, einen festen Unterbau für das Letzte. Und dieser ist geblieben und hat das Letzte und sogar die Luft sich gleich gemacht und ist ... das WeltenfÖrmige an seinem Werk geworden... Man muß - in seinem Glauben - so ein Naturalist sein, (wie Brueghel einer war), um ein Stilist zu sein, wie Brueghel einer ist." 1 8 In dem Urstoff dieser Malerei, in dem, was Popper "Allteig " aller Stoffe nennt, der das "immanente All" der Werke Bruegel oder Cézanne konstituiert, ist die spinozische Substanz unendlichen Attributen zu vermuten. Festzuhalten aber ist mit vielmehr, daß, was dem Werk Bruegels das Merkmal eines singulären Stils gibt, das Scheitern seines Willen zur Natur ist. (Die Differenzierung "Stil" und "Natur" entspricht hier anhand des Werkes selbst der Polarisierung des ästhetischen Genießens wie sie Worringer in Abstraktion und Einfühlung (1907) definiert hatte.) Bruegel - und das selbe gilt für Cézanne - will den Körpern eine Rundung geben und sucht die Raumtiefe, bietet aber eine seltsame flach gewordenen Welt, eine verkürzte Perspektive, die alle Körper fast in eine Ebene bringt. So entseht eine ungewöhnliche Synthese vom Flächenstil und Raumtiefe, die Popper folgendermaßen deutet: "(Brueghel) ist gehindert von vielen Hemnissen des Werkzeugs und der Natur, und zu allerletzt von uns selbst, die wir mit unserer langeveränderten Naturbetrachtung in ihm nicht mehr das Naturbild sehen, wie seinerzeit die Leute. - Da ist vor allem das Hemmnis des Materials...: alle Stoffe will er greifen ... und er hat nur einen Stoff für sie alle: die Oelfarbe, und muß das Rauhe und das Glatte, das Harte und das Wolkige, das Glänzende und das Stumpfe mit dieser Farbe einen und zusammenfassen, ob er will oder nicht, und alles was er tun kann, ist: alle gleich edel und schwer von Stoff zu machen... Er geht den großen Weg der Natur. Aber wo Jeder fallen muß da fällt er auch. Doch siehe: was im Fallen erfüllt, ist noch mehr als, was er gewollt. So sehen wir zwei Leute in ihm: den, der war und wollte, und den der nicht konnte und heute ist ... der erste war nötig um den Zweiten zu zeugen und dieser, um jenem zu erhalten. Sie haben zusammen den Naturalismus und den Stil... So kommt Brueghel neben Cézanne zu stehen..." 1 9 Diese paradoxe Verbindung zwischen dem Naturalisten Bruegel, der war und wollte , und dem Stilisten Bruegel, der nicht 132