Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1995. Sectio Philosophica.(Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 22)

Philippe Despoix: A termékeny félreértésről (Megjegyzések Arnold Hauserhez, Lukácshoz és Popper Leóhoz)

notiert: "Man versucht vergebens, aus den Zuständen und Vorgängen seiner Zeit einen Weg ... in das Unterscheidende (seines) Werkes zu bahnen: und der bestehende Kausalnexus zwischen Gewürzfrüchten des Jahres 1503 und der linearen Komposition... hat doch immer etwas Unbefriedigendes ... Alles was wir aus der historischen Schilderung gewinnen können, wäre vielleicht eine Stimmungsparallele zu den artistischen Werten... Aber die Natur ist nicht so, daß sie den Weizenhandel einfach transponiert. Wir müssen uns schon gehörig zusammennehmen, um nur den Zusammenhang, dessen was wir sehen, mit dem was gemalt ist, festzustellen und zu halten: weiter zu kommen ist nicht wahrscheinlich, (ist) weiter zu voller Blindheit." 1 6 Den Zusammenhang, dessen was der heutige Betrachter sieht mit dem, was von Bruegel gemalt wurde, nennt Popper "Farbengeschichte" und ist eigentlicher Gegenstand der Aesthetik. Zwischen Cézanne und Bruegel gibt es in erster Linie eine Affinität der Farblegung: "Wer weiß, wie in der Wildnis der Farbengeschichte, (Bruegel und Cézanne) dastehen und aufeinander deuten, der wird nicht säumen sie einander zuzukehren und sie zu verstehen, wie sie einander erhalten sind." 1 7 Beide lösen das Luftproblem in ähnlicher Weise. Im Gegensatz zum Cinquecento und den Impressionisten, wo die Haut der Körper die erste Luftschicht war, wird bei ihnen die Luft zur deren letzter Haut. "Aber die Kraft (schreibt Popper) mit der diese Körper die Luft sich einverleibten, zogen sie auch einander an ... bis sie wie ein Stoff wurden und alle einander verwandt... So enstand der Urstoff dieser Malerei... Wo man sah, daß dieser Stoff an Adel und Tiefe nicht weniger war als alle schönen Stoffe der Natur, daß vielmehr alle diese Stoffe in ihm zu wirken schienen, da war das Ende des Weges erreicht. Es war eine Synthese, so reich wie eine Summe und so einfach wie eine Einheit. Und sie war unbewußt ... Woran der Maler dachte, war gerade das Gegenteil, war ein ganz freies Eingehen auf die Art der einzelnen Stoffe. Aber wir sehen..., daß alles vergebens ist, weil die Luft und das eigene Material der Malerei, die Farbe, eine Einheit schafft, die alle letzten Unterschiede ertränkt; daß sie alle eines werden und nur durch ihre Farben und ihre Falten - wie durch Namen - erkennen lassen, was sie einzeln waren. Aber das Gemeinsame, das sie behielten, als das... Eigenste von ihnen genommen wurde, war größer als dieses Letzte. Und nie 131

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