Az Egri Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1967. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; : Nova series ; Tom. 5.)

II. TANULMÁNYOK A NYELV-, AZ IRODALOM- ÉS A TÖRTÉNETTUDOMÁNYOK KÖRÉBÖL - D. Peuckert—J. Radecker—M. Reiser—F. Weisser: Zur Frage der Lautschrift des Russischen in den Lehrveramstaltungen ,.Russische Sprache der Gegenwart" und „Rüssische Sprachübungen"

noch keine allseitige Zustimmung gefunden hat. [2] Nach unserer Mei­nung sind folgende Ursachen für diesen Tatbestand zu nennen: 1. die Uneinheitlichkeit der Transkriptionssysteme für das Rus­sische, 2. das Fehlen exakter Untersuchungen über den Nutzen der Laut­schrift und die Methodik ihrer Anwendung — ein Zeichen des Mangels an hochschulmethodischen Untersuchungen überhaupt, 3. die noch ungenügende Nutzung der Transkription für die Ent­wicklung der Selbstándígkeit und Selbsttátigkeit der Stundenten auf dem Gebiete der Phonetik bei Verwendung der Tontechnik, 4. die leider noch unzureichende Ausschöpfung der Möglichkeiten, die Fácher „Russische Sprache der Gegenwart" und „Russische Sprach­übungen" zu koordinieren und wechselseitig zu durchdringen. Die Vereinheitlichung der Transkription haltén wir aus zwei Grün­den für besonders notwendig: [3] 1. In der vorhandenen Fachliteratur werden verschiedene Systeme [4] benutzt, und es ist zu befürchten, daB bei neuen Veröffentlichungen weitere eingeführt werden. Dadurch stellen sich dem Anfánger unnötige Schwierigkeiten entgegen, die ihn erfahrungsgemáB davon abhalten, die­se Literatur zu studieren. 2. Die Verwendung verschiedener Systeme in sprachwissenschaft­lichen Lehrveranstaltungen einerseits und praktischen Sprachübungen andererseits (z. T. bedingt durch die vorhandenen Übungssammlungen, wie die „Übungen zur Phonetik der russischen Sprache" — herausge­geben von der Fachkomission Russisch) erschwert dem Lehrenden die rationelle Nutzung der Zeit und den Studierenden das Eindringen in die Materie, so daB die Transkription, die zweifellos eine Hilfe ist, als Be­lastung empfunden wird. Wenden wir uns nun dem Problem der einheitlichen Transkription des russischen zu. Über Fragen der Transliteration für wissenschaftliche und prak­tische Zwecke im Bibliotheks- und Verlagswesen sowie in der Presse liegen eine Reihe von Veröffentlichungen vor. [5] Dagegen ist über Probleme der Lautschrift für die Belange der Ausbildung in den Fáchern „Russische Sprache der Gegenwart" und „Russische Sprachübungen" an den Slawischen und Padagogischen Instituten unserer Republik noch nicht grundsátzlich geschrieben worden. Dieser Mangel trat in Dis­kussionen der Fachkommission Russisch, des Zentralen Arbeitskreises Russische Sprachübungen, aber auch im Erfahrungsaustausch einzelner Fachvertreter in der Vergangenheit immer wieder in Erscheinung. Das Problem muB bald bearbeitet werden. Eine Lösung erweist sich als erforderlich, besonders als wichtige Voraussetzung für die Schaffung wissenschaftlich fundierter Arbeitsmittel für die Hand der Russistikstudenten. Aus den angeführten Gründen soil daher im vorliegenden Beitrag versucht werden, die wesentlichen Seiten des Problems einer einheit­lichen Lautschrift des Russischen für den Bedarf der Lehrerausbildung 186

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