Az Egri Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1967. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; : Nova series ; Tom. 5.)

II. TANULMÁNYOK A NYELV-, AZ IRODALOM- ÉS A TÖRTÉNETTUDOMÁNYOK KÖRÉBÖL - D. Peuckert—J. Radecker—M. Reiser—F. Weisser: Zur Frage der Lautschrift des Russischen in den Lehrveramstaltungen ,.Russische Sprache der Gegenwart" und „Rüssische Sprachübungen"

in den Fáchern „Russische Sprache der Gegenwart" und „Russische Sprachübungen' zu beleuchten. [6] Wir halten ein System für notwendig, das den wissenschaftlichen und praktischen Belangen hinreichend Rechnung trágt. Mit dem nach­folgenden kollektiv erarbeiteten Vorschlag beabsichtigen wir, in diesem Sinne zu einer gründlichen Diskussion im Kreise dér Fachvertreter so­wie aller an der Lösung des Problems interessierten Kollegen anzuregen. II. In der Ausbildung von Russischlehrern müBte unseres Erachtens ein Transkriptionssystem folgende Spezifik des russischen Lautsystems wiederspiegeln können: 1. Es müBte alle Phoneme differenziert und klar kennzeichnen so­wie alle für das Russische wichtigen kombinatorischen Varianten be­rücksichtigen. Nicht zu kennzeichnen wáren solche Varianten, die auf Grund deutscher Artikulationsgewohnheiten unseren Studenten nicht unbedingt bewuBt gemacht werden müssen, z. B. die Labialisierung von Konsonanten vor gerundeten Vokalen (Myica: mhjio; ny: Ha). 2. Alle darüber hinausgehenden phonetischen Wertigkeiten sollten aus Gründen der Einprágsamkeit und Übersichtlichkeit des Schrift­bildes unberücksichtigt bleiben (z. B. der Lauteinsatz — für das Rus­sische kommt nur der weiche in Frage —, fakultative und individuelle Varianten, andere für das Russische irrelevante Erscheinungen, wie Zungenspitzen-r mit einem oder mehreren Auschlágen u. a.). [7] Insgesamt hátte ein solches Transkryptionssystem dann zu berück­sichtigen: a) Konsonantismus: Bezeichnung der Konsonantenphoneme und ihrer positionsbedingten Varianten (hervorgerufen durch Assimilation und Dissimilation), des Konsonantenausfalls in bestimmten Wortgruppen, Kennzeichnung der langen Konsonanten, b) Vokalismus: Bezeichnung der betonten Vokalphoneme und ihrer hauptsáchlichen positionsbedingten Varianten; Kennzeichnung der Vo­kale in unbetonter Stellung (Unterscheidung zweier Reduktionsstufen nur in Bezug auf ihre Qualitát) [8] c) Kennzeichnung der Akzentstelle d) Kennzeichnung der Sprechpausen [9] III AuBerdem wollen wir feststellen, daB für die genannten Erforder­nisse (Bezeichnung aller Lautqualitáten relevanten Charakters und laut­schriftliche Wiedergabe gröBerer sprachlicher Zusammenhánge) nur ein eindeutiges, monotypes, möglichts genaues und universelles Zeichen­system in Frage kommt. Es muB darüber hinaus ökonomisch und ein­187

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