VJESNIK 19. (ZAGREB, 1917.)

Strana - Sveska 3. i 4. - 264

264 Почетном јула вратио се из Беча у Нови Сад прота Матија Ненадовић. Према преслушању, које je по налогу Сигенталову оба­вљено с њиме 6. јула у Петроварадину, прота je од почетна устанка боравио у Бечу те je од аустријске владе молио помоћи за српски народ. Замолио je аудијенцију код цара и поднео je уједно молбу, да се даде са аустријске стране устаницима потпора у оружју и муншуији. Добио je одговор, да се упита кроз неколико дана. Када се поново јавио, речено му je, да je цар отнутовао са руским ца­рем и пруским крал.ем из Беча и да у ствари поднеска протина нијс цар ништа одредио. На то се упути прота тајној дворској каицела­рији, где му рекоше, да од српских устаника није стигла никаква молба на цара и да они не могу одређивати са муницијом и оружјем него да се у том погледу обрати на петроварадинску генерал-ко­манду. С тога прота, путем овог саслушаньа, запита Сигентала, да ли je добио од српских устаника једну молбу, управл»ену пару Францу и шта je с њом учинио, затим замоли дозволу да може отићи на кордон и разговорити се еа српским пријател>има својим и најзад, да може потајно послати устаницима оружја и муницијс. 15 ) Сигептал одговори, 15 ) Преслушање протино гласи: „Actum Peterwardein, den 18. July 1815. Pro­tocoll, welches auf mündliche Anordnung des interims Commandirenden Herrn Feldmar­schalleitenants Freyherrn von Siegenthal mit dem von Wien hier angekommen mit einem Pass der nieder-österreichischen Landrechte nach Peterwardein auf sechs Monate in Fa­milien-Angelegenheiten lautend, den 17. Juny 1815 No. 142 versehenen illyrischen Geist­lichen und türkischen Unterthan Mathias Nenadovich wegen vorzubringen habender, ver­schiedener, auf die jenseitigen Unruhen Bezug nehmenden Gegenstände aufgenommen wurde. Mathias Nenadovich giebt an, Protopop in dem servischen Orte Valjevo gewesen zu seyn, von wo er bei der Endkatastrophe Serviens im Herbst 1813. herüberemigrirte, sich bisher in den k. k. Staaten aufhielt und bei Beginn der neuerlichen Unruhen in Servien im Lenz gegenwärtigen Jahrs nach Wien begab, um bei Seiner Majestät dem Kaiser für die servische Nation Hilfe und Unterstützung zu suchen. Drey oder vier Tage vor der Abreise seiner Majestät habe er nun Audienz und zugleich auf seine unterthii­nigste Bitte, dass die aufgestandene Servier mit Waffen und Munition unterstützt werden möchten, nachdem sie von der innigsten Ergebenheit gegen allerhöchste Seine Majestät durchdrungen wären und sich weit lieber unter Österreichs als Russlands Schutz zu be­geben wünschten, die Antwort erhalten, dass er sich nach einigen Tagen anzufragen habe. Als er sich nun wieder meldete, seyen Seine Majestät mit dem Kaiser von Russ­land und König von Preussen bereits abgereist gewesen, worauf er sich zur geheimen Hof- und Staats-Kanzley verfügte, dort aber den Bescheid erhalten zu haben vorgiebt, das seinetwegen keine allerhöchsten Befehle vorhanden wären und sein Anbringen daher anch nicht erlediget werden könne. Nachdem er hierauf versezte, er wisse sicher, dass die servische Natiou neuerlich ein Bittgesuch an seine Majestät um Unterstützung ein­gereicht habe und bitte ihm zu sagen, ob und welche Hoffnung sie wenigstens schöfpen könne, seye ihm erwiedert worden, hievon sey gar nichts beknnnt, und es müsste dieses Gesuch entweder unmittelbar oder durch den Weeg des slavonischen, Generalkommando an Seine Majestät unterlegt worden seyn, wobei ihm der Herr Hofrath von Brenner noch bemerket habe, dass von Seite der geheimen Hof- und Staats-Kanzley in dem Ge­genstand wegen Unterstützung der Servier mit Waffen und Munition nicht eingegangen

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