VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)
Strana - Sveska 3. i 4. - 298
298 drichs wurde von Michael auch ein Transport nikäischer Truppen über, Durazzo nach Brindisi gestattet. 149 Bald aber ging die künstliche Freundschaft zwischen den griechischen Rivalen in Brüche (1252). In dem Kampfe, der sich zwischen ihnen entspann, unterlag Michael hauptsächlich deswegen, weil mehrere Albanesenhäupter, wie Johannes Glavas aus Kastorien und Golem von Arbanum, durch grosse Ver sprechungen seitens des Kaisers Batatzes sich zum Abfall verleiten Hessen. Michael musste einen wenig ehrenhaften Frieden schliessen. Gegen Abtretung von Prilep, Veles und der Burg Kroja verblieb ihm der Rest des Landes mit Arta im Süden und Durazzo im Norden. Er durfte den Titel des grossen Despoten behalten, musste aber seinen Sohn Nikephoros als Geissei stellen. An den Friedensverhandlungen in Larissa nahm auch der Geschichtschreiber Georgios Akropolites teil. Nach dem Tode des Kaisers Batatzes (Oktober 1254) gerieten die Nikäer wieder in Defensive. Die Bulgaren besetzten ohne Mühe das Gebirge der Rhodope und das Östliche Makedonien bis zum Vardar. Auch Michael von Epirus machte gewiss Anstrengungen um seinem Reiche den alten Umfang zu geben. Nach langem, erbittertem Kriege wurde durch Vermittelung einer höchst romantischen Persönlichkeit, Herzog Rostislav, 150 des Schwiegervaters des Bulgarischen Zaren Friede mit den Bulgaren geschlossen. Die Grenze wurde im Grossen und Ganzen auf den Stand vor diesem Kriege gebracht. Besondere Freude bereitete dem jungen Laskaris II. die Zurückeroberung der fast un einnehmbaren Burg Cepena (τό λαμπρότατον άστυ Τρέπαινα) auf dem Berge Knišava, einem westlichen Ausläufer der Rhodope, deren Lage zwischen Sardika und Philippopel, in der Nähe von Velbužd, auf dem Wege nach Skoplje „ganz Albanon beherrscht bis zu den serbischen Bergen". 151 Man versteht diese Freude, wenn man das hartnäckige Bestreben der Nikäer und später der Paläologen ins Auge fasst, über Albanien zu dem Schlüssel des Weges zum Adriatischem Meere, nach Durazzo vorzudringen. Ein Epirotisches Despotat ohne Durazzo, mit dem Sitze in Arta, war den Nikäern kein ernster Rival mehr. Die Besetzung von Durazzo gelang auch vorübergehend dem Kaiser von Nikäa. Die Stadt wurde (1256, September) gelegendich der Vermählung des am kaiserlichen Hofe gehaltenen Despoten Nikephoros mit Maria Laskaris an die Nikäer zediert und auch tatsächlich über geben. 152 Starke Truppen wurden in den Hauportschaften der eroberten Provinzen, in Thessalonike, Prilep, Veles, Dyrrhachium, Kroja konzen 149 AAlb 1, 193 u. 201. 150 Ueber ihn s. Jireček, Arch. slav. Phil. 21, 623f. und G. der Serben 1, 315. 151 AAlb 1, 239.