VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)

Strana - Sveska 3. i 4. - 297

297 ein Bastard Michaels I. Manuel, der jüngere Bruder des gefangenen Kaisers Theodor, der noch 1234 Durazzo und auch Epirus hielt, wurde zuerst auf das Gebiet des „Kaisertums von Thessalonike", nachher (1240) aber durch die Ränke des in bulgarischer Gefangenschaft ge­blendeten, aber zu Asêns II. Schiegersohn erhobenen alten Kaisers Theodor auch von hier zurückgedrängt. 143 Um 1241 scheint Durazzo vorübergehend sich im Besitze der Venezianer befunden zu haben. 144 Theodors älterer Sohn Johannes wurde zum Kaiser von Thessalonike gekrönt, aber diese Linie der Angeli hatte auf die Geschicke Albaniens nie mehr Einfluss gehabt. Thessalonike wurde bald von den Nikäern annektiert, deren Macht, durch' die Kräftezersplitterung der Epiroten und Bulgaren begünstigt, grossartig aufzusteigen begann. . Wie sein Vater stützte Michael II. seine Macht hauptsächlich auf die Albanesen. die auch Theodor besonders protegierte. In Arbanum herrschte damals der Archont Golem, mit griechischen und serbischen Dynastenfamilien verwandt, dessen Verlässlichkeit in den Zeiten der Not allerdings versagte. 145 Besonders nach der Abtretung Krojas an die Nikäer (1252) besorgte die primitive Administration um Durazzo ein adeliger albanischer Proniar von griechischer Erziehung, Konstan­tinos Maramatha, an Michael treu ergeben, von den Städtern „pro­ximus" (Nachbar) genannt. 146 Von Arbanum aus erweiterte Michael zur Zeit des Verfalles der Bulgarenmacht, die rapid nach dem Tode Asêns II. (1241) folgte, seine Macht tief nach Makedonien über Ochrid, Veles und Prilep. Von der andern Seite rückten die Nikäer vor. Die Grenze der beiden Reiche berührte sieh bald am Flusse Vardar. In dem Momente war der bisher durch eingeschobene Pufferstaaten verhinderte Zusammenstoss der beiden griechischen Mächte, denen dasselbe Ideal, die Eroberung Konstantinopels vorschwebte, unausbleiblich geworden. Es war nur ein Schein, wenn Anfangs zwischen Kaiser Johannes Batatzes und „dem grossen Despoten" 147 Michael IL ein herzliches Ver­hältnis sich gestaltete und eine Vermählung zwischen Nikephoros, dem Sohn Michaels, und Maria Laskaris, einer Enkelin des Kaisers ange­bahnt wurde. 148 Beide Herrscher standen damals (1250), was auch ein unnatürliches Verhältnis war, in besten Beziehungen zu dem Beherr­scher Unteritaliens, dem deutschen Kaiser Fridrich II. Auf Bitten Fri­» a Hopf, G. Griechenlands 1, 258. *** AAlb 1, 177. : U5 AAlb 1, 150 u. 234. » 6 AAlb 1, 240 (1256) »« Ebd. Vgl. Hopf 1, 259f. us Hopf ebd.

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