VJESNIK 1-2. (ZAGREB, 1915.)
Strana - Sveska 3. i 4. - 289
289 *χαρτολάρατον) Glavnica 92 , wozu die benachbarte Provinz (Katepenikium) Vägenatia im Chartolaratum Gliki ein Pendant liefert. 93 Aber im Innern des Themas selbst ist seit dem 11. Jahrhundert ein Differenzierungs prozess bemerkbar. Die Landschaft Arbanum um Kroja, von Anna Komnena als geographischer Begriff erwähnt, erscheint bei der Teilung des byzantinischen Reiches (1204) als eine parallele Provinz neben Dyrrhachion, 94 etwawie im 9. Jahrhundert Kroatien neben dem Thema Dalmatien. Die verschwommenen Umrisse eines Archontentums, d.h. •kleiner, von kaiserlichen Statthaltern ernannter und zur Heeresfolge verpflichteter 95 Fürsten, die im ferneren Norden, bei kroatischen und serbischen Stämmen schon früh vollständig sichtbar sind, 96 treten hier sofort klar hervor, als der byzantinische Druck unter den Kom nenen '^aufhörte. '. Als erster. Dynast Nordalbanies erscheint an der Wende des 12. Jahrhunderts<um Kroja der'Albanese Progon mit einem wohlbekannten nationalen Namen. 97 Andere Archontenzentra um Bli ništi, Debra, in der Musakja (Belgrad), 'um Karävastasi und Polina, bei Scampa 7 Tzernik kann man: für diese Zeit nur vermuten, ι ·· Bei der Teilung des byzantinischen Reiches (1204) fiel der Re publik. Venedig unter Anderem ausser Dyrrhachion sammt seinen Neben provinzen die' ganze jonische Küste mit dem Binnenlande zu. Aber die SO theoretisch erworbenen Länder mussten erst erobert werden. Mit Dyrrhachion standen die Venezianer seit dem .11. Jahrhundert in beson ders engen Handelsbeziehungen. Kaiser Alexios I. erteilte ihnen im J. .1082 Handelsfreiheit für alle Städte entlang der jonischen Küste; ausserdem erhielten sie in Konstantinopel und Durazzo viele Immobilien zii Handelszwecken. In letzterer Stadt diente ihnen die einstige Kirche des hl. Andreas; ' von den Byzantinern zu einer Art Marinearsenal ^adaptiert, als ein Stützpunkt für ihre Flotte. 98 Die in diesem ausgie bigen Chrysöbüllion („largum ;ichrysobullium") enthaltenen Errungen 9i τά των Άϋλώνος ίππήλατ,α erwähnt um 1280 Nikephoros Gregpras, vgj; Jirečem .Valona im Mittelalter bei Thalloczy, Illyrischalbanische Forschungen 1, 171. Auch in Norden, in der Zeta war die Pferdezucht im 12. Jahrhundert stark verbreitet: „Stuten in Zeta" schenkt Nemanja 1198 an der Klostar Chilandar (AAlb 1, 113 vgl. 511). Ueber die uralte Pferdezucht in diesen Gebieten s. Kretschmer, Einleitung in die G. der griechischen Sprache 248. Vgl. Jireček, Staat 2, 28. 93 AAlb 1, 129f. 91 AAlb 1, 129. 95 Im J. 1079 ziehen die Albanesen mit Basilakes gegen den griechischen. Kaiser .Jm J, .1081 wurde der alb.. Truppenkontigent vor Dyrrhachion erwartet. 96 Porphyrogenetes 3, 229f. vgl 634 u. 69] 97 AAlb 1, 147. 88 AAlb 1, 67,