VJESNIK 9. (ZAGREB, 1907.)
Strana - 60
60 in Frieden sind. Erwünscht wäre euern Jacobinen, und denen Franzosen eine Ursache zu finden, Euch gleich denen übrigen italienischen Provinzen zu democratisiren, finden Sie euch bewaffnet, so ist euer Verderben unvermeidlich. Ihr müst die strengste Neutralität beobachten, mit meinen wenigen Truppen kann ich der Armee von Mac-donald nicht troz bieten, ich rathe, ich bitte euch bey Anrükung der Franzosen sich in allen euern Thun, und lassen so unbefangen zu benehmen, als es Euere Neutralität erheischt ; unterdrückt euere Abneigung, bleibt ernst, jeder ungestört in seinen treibenden Geschäfte, aber aus keines Jacobiner Munde erschalle ein eviva. Schikt die Capi di Popolo in die casa Sanvitali, auch den Herrn Gouverneur lasse ich ersuchen dahin zu kommen dennen ich mehreres sagen werde, um es Euch zu hinterbringen. Ich schlosz mit denen Worten: „in dieci giorni, spero in Dio, che se rivederemo." Hierauf erschall ein wiederholtes „eviva Colonelo" aus allen Kehlen und ich ritt zum Grafen Sanvitali. Der Gouverneur und die Capi di Popolo kamen hin. Als ich sie mit ihrer Lage umständlich bekant machte, und was Sie zu thun hätten, unterrichtet hatte, eilte ich auf meinen Posten. Macdonald, unseren Generalen Gr. Klenau bey Ferara schon zurückgedrückt griff in Modena den Hohenzollern an, der sich zwar tapfer vertheidigte doch der zu groszen Uibermacht weichen, und mit bedeutenden Verluste sich über den Po zurückziehen müszte. Das leichte Battailon schickte sich zur Besatzung des Castels zu Piacenza, mit meinen Hussaren faszte ich Posto hinter den Jarro mit dem festen Vorsatze Alles aufzubiethen, um die Vorrückung des Feindes möglichst zu verzögern, damit Suvaroff, in Folge meiner eiligst wiederholten Meldungen dieser feindlichen Vorrückung Hindernisse in Weg läge, und die Vereinigung Macdonais mit den in Piémont befehlenden General Moreau zu vereiteln Zeit gewinnen. Gegen Abend paszirte die französische Avant-Garde unter Victor den Jarro. Indessen stellte ich meine Hussaren in Hinterhalte, sicher vermutend, der Feind würde keine Zeit verlieren wollen, von der Ihnen entgegenstehenden Stärke, und Lage der Sache zu überzeugen. So geschah es auch. Auf das verabgeredete, und so pêle et mêle kamen wir in des Victors französisches Avantgarde Lager. Ich verboth Gefangene zu machen, allein nichts unversucht zu lassen, was eine bedeutende Unordnung hervorbringen könnte. Der Erfolg entsprach ganz dem Wunsche bey einen sehr unbeträchtlichen Verluste. Einige Gefangene wurden doch eingebracht. Ich blieb auf meinen Posto vor Borgo Sandomino beobachtend den Weg. von Jarnovo, Sicher glaubte ich mit anbrechenden Tage den Feind anrücken zu sehen, es kam nichts, und so vergieng auch der Mittag. Endlich um 6 Uhr Abends kamen Sie angerückt. Ich zog mich gegen Piacenza Schritt vor Schritt zurück und von da mit F. M. L. Ott und General Gottesheim, die auf meine Meldung an Suvaroff, mir zum Sontien zurückbeordet wurden, hinter den Jidone, da wurde Halt gemacht; Suvaroff kam mit einen Theil seiner Armee. Hier kam es am 17-ten Juny 1799 zu einer Schlacht, der ich mit meinen Hussaren, vereint mit einen Pulk Kosaken in Gegenwart des Suvaroffs den Auszchlag gab. Dieser alte Held stellte sieh â la téte des Nadasdischen Infanterie Regiments und eines Battailons Banater, und so mit klingenden Spiele in Sturm-Schritt unterstützte er unsere Attaque. Bey dieser Gelegenheit ward die in franzosischen Diensten stehende