VJESNIK 9. (ZAGREB, 1907.)
Strana - 61
61 Dombrovskysche Legion aufgerieben. Französischer General Olivier, der ihm unterstützen sollte, zog sich bey Zeiten zurück; der auf unseren rechten Flügel vorgerückte Victor wurde von die Russen, und General Ruska, der uns links überflügelt hatte, von unseren Grenadiers und hinter die Trebia gejagt. Die Nacht machte dennen glänzenden Vortheilen dieses Tages ein Ende. Den 18férT~~ Juny nemlich folgenden Tages spät Abends grifen wir abermals den Feind, welcher in der Nacht die Trebia repassirt hatte, an. Da der Angrif spät begann, hatten wir an diesen Tage keinen andern Vortheil, als den Feind wieder hinter die Trebia zurück zu jagen. Am 19-ten zerstückelte Ott, vermuthlich aus bösen Absichten durch Detachirungen in kleine Abtheilungen mein ganzes Regiment, so, dasz mir nur eine Escadron übrig blieb. Um Mittagszeit," als die Truppen halb entkleidet kochten und aszen, ensteht plötzlich ein Lärm. Unsere Vortruppen flohen heran von allen Seiten. Meine hin und wieder zwecklos zertheilten Hussaren, auch viele von Levehner Chevaurlegers kamen zu mir, wo ich mich beym entstandenen Lärm aufgestellt hatte, herangesprengt. Nun hatte ich einen Klumpen beysamen, mit diesen rückte ich vor. Nicht weit von der Trebia kam mir schon die feindliche aus Cavalerie bestehende Avantgarde entgegen. Sehen und schon angreifen war eins. Die feindliche Avantgarde wurde auf ihre, eben durch die Trebia wadende Infanterie Colone geworfen und hier entstand ein gräszliches Gemezel. Der Feind konnte wegen ihren eigenen auf sie zufliegender Cavalerie, und da er eben in Wasser stand, nicht Schüssen, daher war auch mein Verlust unbedeutend. Diese Colone formirte den feindlichen rechten Flügel. Auf unseren rechten Flügel wo Suvaroff mit seinen Russen, und der General der Cavalerie Mêlas war, hatten die Franzosen anfangs Vortheile errungen, doch gegen Abend wurde der Feind auch da geschlagen. Bey einen sehr grossen Verluste in drey nach einander verlohrenen Schlachten muszte Macdonald seinen Plan aufgeben, einen beschleinigten Rückgug antretten. Ich befehligte die Avantgarde unsers linken Flügels, und kam den Feind rasztlos verfolgend wieder nach Parma, und zufälliger weise gerade nach Verlauf von zehen Tagen, wie ich es denen Parmesanern zugesagt hatte. Das Freudegeschrey der guten Parmesaner als Sie mich ansichtig wurden eviva il nostro Colonnelo, eviva il nostro Liberator, nahm kein Ende. Sogleich kam eine Deputation zu mir, und ersuchte mich nur einen Augenblick beym Grafen Sanvitali abzusteigen. Ich ritt hin. Nach rührendsten Danksagungen der guten Parmesaner, wolten Sie mir zur Bezeigung ihrer Erkentlichkeit ein beträchtliches Présent in einer Summa Goldes machen. Dies lehnte ich mit dennen Worten ab : „Ich schätze mich schon dadurch reichlich belohnt, dennen guten Parmesaner Beweise meiner freundschaftlichen Gesinnungen abgelegt zu haben; bleibt mir stets Freunde! beurlaubte mich und flog meiner Truppe nach. Die guten Parmesaner wünschend sich dennoch erkentlich zu bezeigen, wolten mir ein Diplom des Bürgerrechts von Parma geben. Ich nahm es nicht an. warum? ich weis es selbst nicht, vieleicht aus einer übertriebenen Délicatesse. Bey dieser Verfolgung des Feindes machten meine Hussaren grosse Beute. An der Secchia, nächst Rubrera, kam es mit der feindlichen Arieregarde zu einen Gefechte, wo meine Hussaren minder brav thaten, und ich mit meinen Stabstrompeter beynahe gefangen wäre, hätte mich nicht mein braves schönes