VJESNIK 7. (ZAGREB, 1905.)

Strana - 49

49 Am 27. August 1368 — diesmal heisst er aber schon Johann v. Ludbreg, gewesener Ban von Kroatien-Dalmatien — ist er mit Johann Trottel v. Nevna Gesandter des Königs von Ungarn beim Papste 1 ). Wann er die im Komitate Križevac gelegene Herrschaft Ludbreg erhalten, wissen wir nicht. Im Jahre 1370 (auch damals heisst er nur ehemaliger Ban von Kroatien-Dalmatien) erbittet er vom Könige für sich die im Komitate Sopron gelegene Ortschaft Halen­dorf (heute Hâsfa = Haschendorf) 2 ). Am 20. März 1374 ist er Ban des Küsten­landes und erklärt er an diesem Tage im eigenen sowie im Namen seiner Verwandten, dass er die bei ihnen verpfändete, der Borsmonostorer Abtei ge­hörige Ortschaft Zsidâny der Abtei zurückgebe. Als seine Verwandten kommen folgende Personen vor: 1. sein Sohn Nikolaus 2. sein Neffe: Peters Sohn Leo­nard 3. sein Neffe: Lorenz' Sohn Thomas 4. Die Söhne des Csamasz (Sohnes des Paul Csüz) Nikolaus und Peter 3 ). Am 20. Jänner 1375 heist er nur mehr ehemaliger Ban des Küsten­landes 4 ). Nach Fejér IX. 5., 336 erklärte der Vasvârer Bürger Nikolaus 1379, dass er vom Meister „Iohann Chüz von Anikhaza" (soll wahrscheinlich „Arokköz" heissen) und von dessen Sohne Nikolaus einen auf dem Gebiete der Besitzung Sâr (auch Söfalva genannt) gelegenen Weingarten vordem gekauft und diesen jetzt dem Vasvârer Custos-Domherrn Michael verkauft. Da wir aber den in der Klausel der Urkunde erwaehnten Dechant Paul nur bis 15. Februar 1377 kennen 5 ) und 1378 schon ein sicherer Bartholomaeus der Custos ü ), ist die obige Dati­rung (1379) verdaechtig. 1381 ist Ban Johann Csüz nicht mehr am Leben. In diesem Jahre be­zeugt das Pozsonyer Kapitel, dass Meister Nikolaus, Sohn des verstorbenen Ban Johann Czüz mit Johann v. Patl (Petöfalva = Pöttelsdorf im Komitate Sopron) das Soproner Szantö gegenseitig aufgetheilt 7 ). Wie viele Kinder Ban Johann hatte, wissen wir nicht bestimmt. Am 6. März 1370 lesen wir, dass Johann Csüz, ehemaliger Ban von Kroatien-Dalma­tien und seine Söhne Peter und Nikolaus die im Komitate Sopron gelegenen Besitzungen Liebing und Kai, auf die die Söhne des Andreas v. Jâk Ansprüche erhoben, zugeurtheilt bekommen 8 ), dieser Peter kommt aber am 20. März l ) Theiner, Monum. Hungar. II. 87. ' 2 ) Fejér IX. 4., 318. 3 ) Sopronmegyei oklevéltâr I. 410. (Fejér IX. 5., 348 setzt diese Urkunde un­richtig auf 1379 und führt auch die Personennamen verballhornt an). 4 ) Szâzadok 1900, Seite 613. Die betreffende Urkunde ist nicht datirt; da aber Johann am 20 März 1374 noch wirklicher Ban des Küstenlandes war, konnte man ihn erst am 22. Jänner 1375 „ehemaligen Ban des Küstenlandes" nennen. Wenn Sopron­megyei oklevéltâr I. 410 ihn 1374 fälschlich „wirklichen" Ban nennt, dann könnte das Datum dieser Urkunde allenfalls auf den 22. Jänner 1373 — wie es das Rubrum an be­treffender Stelle sagt — fallen. 5 ) Sopronmegyei oklevéltâr I. 424. °) Hazai okmânytâr V. 159. 7 ) Fejér IX. 5., 512. 8 ) Fejér IX. 7., 264. 4 .

Next

/
Thumbnails
Contents