K. K. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 6. (Wien, 1907)
Ybbs: Die Urkunden des Stadtarchives
Die Urkunden des Stadtarchivs von Ybbs. 413 Balth. Jeger, ein ehelicher Sohn des Steffel Jeger und der Maria Weitzmännin, welche vor ungefähr 13 Jahren heirateten, freigeboren ist. Orig. Perg., Siegel verloren. 121. 1609 Sept. 18. Schloß Aschach. Karl Jörger zu Tolleth, Köppach und Stauff, Erblandhofmeister in Österreich unter der Enns, verleiht dem Richter und Rat der Stadt Ybbs die Wiesmad, die Prebart genannt. Orig. Perg., Siegel verloren. 122, 1610 Mai 31. Blindenmarkt. Die Zeclimeister und ein ganzes Handwerk der von Kaiser Rudolf II. konfirmierten Seisenegger Müllerzunft und Zeche des Erzherzogtums Österreich unter der Enns bezeugen, daß Christoph Heltzel, Sohn des Meisters Martin Heltzel an der Weißlmühle zu Ybbs, nach Vollstreckung der 3jähr. Lehrzeit bei seinem Vater freigesprochen wurde. Orig. Perg., Siegel verloren. 123. 1613 Juli 23. Christoph Preitenauer, Schwarzfärber und Bürger zu Schwanss als Lehrmeister, Ludwig Mantl, Bürger zu Vöcklabruck, Viertelmeister, Hans Lamperger, Bürger zu Gmunden, beide Schwarzfärbermeister, bezeugen, daß Hans Schlangenhammer aus Schwanss vor ungefähr 8 Jahren ordentlich aufgedingt wurde und durch 4 Jahre das Schwarzfärberhandwerk erlernt hat. Orig. Perg., Siegel verloren. 124. 1613 September 27. Ybbs. Hans Lechner, seßhaft in der Pisseneckh unter dem Spital, dessen Hauswirtin Barbara verkaufen dem Killian Hollandi, Ratsbürger und Spital- meister zu Ybbs, im Namen und anstatt des Spitals ihr Häusel in Piesenegg, das dem Spital jährlich 3 Pfennig dienstbar ist. Orig. Perg., Siegel ausgerissen. 125. 1615 Mai 7. Ybbs. Richter und Rat der Stadt Ybbs verkaufen Georg Löffler zu Herbertendorf, Pfandinhaber der Herrschaft Weinzierl, weil. Wolf Spieglers Point in der mittleren Au und ein Krautgärtel, das zu einer Wiese gemacht wurde, ebenfalls in der mittleren Au, wovon man jährlich dem Stadtkämmerer zum Stadtgrundbuch 8 Pfennig und 2 Pfennig dient. Orig. Perg., Siegel verloren. 126.