Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)
Irodalom
gebieten hat aufgehört. Die Entwicklung der Mechanisierung ist zweifellos hervorragend, trotzdem ist eine Beschleunigung notwendig, denn im Jahre 1957 entfallen noch immer 627 Katastraljoch Acker auf einen Traktor, viel mehr als im Landesdurchschnitt (367 Katastraljoch). Außerdem behindert die Einseitigkeit der Mechanisierung die schematische Maschinenversorgung von Gebieten mit den verschiedensten Bodenverhältnissen, die Anwendung maschineller Arbeit in größerem Umfang. Das Tempo der Vermehrung des Maschinenparks und auch dessen Zusammensetzung ist ungünstiger als sonst im Land. Im ganzen Landesdurchschnitt sind ein Viertel aller Traktoren Universalmaschinen, im Donau—Theiß-Zwischenstromland sind es aber nur ein Fünftel. In den letzten Jahren hat sich die Arbeit der Maschinenstationen ausgedehnt, sie ist vielfältiger geworden. Neben der Bodenbearbeitung besorgen sie die Erntearbeiten, die Pflanzenpflege, den Transport etc. Sie sind natürlich noch weit davon entfernt, allen Ansprüchen zu genügen. Im Jahre 1956 erreichte die Mechanisierung ihr höchstes Niveau, die Gegenrevolution unterbrach jedoch diese fortschreitende Entwicklung. Mit dem Zerfall vieler LPG verengte sich das Arbeitsgebiet, weil die Maschinenstationen in erster Linie für die LPG arbeiten. Unter den durchgeführten Arbeiten nimmt die Bodenbearbeitung die erste Stelle ein, ihr Umfang ändert sich im Laufe der Jahre kaum. Größer sind die Schwankungen bei den maschinellen Erntearbeiten, deren höchster Stand ebenfalls im Jahre 1956 erreicht wurde. Die maschinellen Erntearbeiten sind noch mehr an die Großbetriebe, an große Tafeln gebunden als die Bodenbearbeitung. Unter den Erntemaschinen ist im Donau— Theiß-Zwischenstromland die Mähmaschine die beliebteste, es wird mehr Getreide damit geerntet als mit der Kombine. Die Mechanisierung der Pflanzenpflege ist weniger fortgeschritten als die der Erntearbeiten. Das hängt jedoch nicht nur mit der Maschinenversorgung, sondern auch mit der Art der Anpflanzung zusammen; die Quadratpflanzung ist selten, es können daher die Maschinenstationen nur den kleineren Teil der Pflanzenpflege übernehmen. Im Interesse einer rascheren Durchführung der Arbeiten, der Erzielung höherer Ernteergebnisse, ist eine Steigerung der mechanisierten Behackung unbedingt erforderlich. Die Mechanisierung der landwirtschaftlichen Arbeiten erfordert einen vielseitigen Prozeß. Die Mechanisierung des Wein- und Obstbaues muß gelöst werden, denn ihre Bedeutung ist im Donau—Theiß-Zwischenstromland ausschlaggebend; für die Bodenmeliorationen (Sand-Alkaliböden) ist eine maschinelle Basis zu schaffen, weil dadurch für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung heute noch unbenützbare Gebiete in die Produktion eingeschaltet werden könnten. Im Interesse der Viehzucht muß auch das Mähen und Einbringen der Futtermittelernte mechanisiert werden, die Maschinenstationen sind aber darauf noch nicht eingerichtet. Auch die Bewirtschaftung der Wiesen und Weiden kann auf die Verwendung von Maschinen nicht verzichten. Der Transportbedarf wächst gleichfalls immer mehr, nicht nur seitens der LPG, sondern der Einzelwirtschaften. CJ DIE MECHANISIERUNG BEEINFLUSSENDE NATURFAKTOREN Im Donau—Theiß-Zwischenstromland sind die Bodenverhältnisse äußerst mannigfaltig. Die größte Fläche nimmt der Sand ein, die Reihenfolge ist dann: halbbindiger Lehm, sandiger Lehm und schließlich Alkaliböden und bindige Lehmböden. Ein den Bodengegebenheiten entsprechender Maschinenpark ist jedoch noch nicht vorhanden. Die allgemein verwendeten Kraftmaschinen lassen sich im leichten Sand, wo sie einsinken, oder in bindigen Böden, wo eine größere Kraftleistung erforderlich ist, nur mit geringer Wirtschaftlichkeit verwenden. Bei der Arbeit auf Sandböden erschweren auch die Niveauunterschiede das Arbeiten der Maschinen. Die mechanische Bearbeitung der halbbindigen Lehmböden kann als gelöst betrachtet werden, dafür ist der gegenwärtige Maschinenpark ganz entsprechend, für die stark bindigen Böden jedoch wären Maschinen mit größerer Kapazität erforderlich. Im Rayon der Maschinenstationen sind an vielen Orten hoher Grundwasserstand, im Frühjahr der Durchbruch von Wildwasser, periodische Überschwemmungen, keine seltenen Erscheinungen. Dieses ist vom Standpunkt der maschinellen Ausrüstung ein nicht zu übersehender Faktor, denn nach dem Rückgang des Grundwassers erweist sich eine rasche Durchführung der Arbeiten als notwendig. Auch die orographischen Verhältnisse üben einen Einfluß auf die Verwendung der Maschinen aus, vor allem gilt dies für den N des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes. 335