Asztalos István - Sárfalvi Béla: A Duna-Tisza köze mezőgazdasági földrajza - Földrajzi monográfiák 4. (Budapest, 1960)

Irodalom

Bei der Zusammenstellung der maschinellen Ausrüstung für die Maschinenstatio­nen muß man die Klimaverhältnisse berücksichtigen. Die klimatischen Besonderheiten des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes erfordern eine hochgradige Mechanisierung. Dank der intensiven Sonnenbestrahlung reift das Getreide sehr schnell, zur Vermeidung von Körnerverlusten müssen die Erntearbeiten sehr rasch durchgeführt werden. Das Jäten des Unkrautes muß bei den Hackfrüchten wegen der geringen sommerlichen Nieder­schlagsmenge ebenfalls sehr rasch vorsichgehen, dafür ist es jedoch unerläßlich, eine zeitgemäßere Agrotechnik und mehr Maschinen zu verwenden. Die hohen Temperaturen und die Trockenheit lassen auch für den Stoppelsturz nur eine kurze Frist. Bei der Weiterentwicklung der Mechanisierung müssen sowohl im gesamten Donau—Theiß-Zwischenstromland als auch bei jeder einzelnen Maschinenstation die Naturgegebenheiten mehr als bisher Berücksichtigung finden. D) GEBIETSMÄßIGE VERTEILUNG UND ROLLE DER ZUGTIERE UND DES MASCHINENPARKS BEI DER BODENBEARBEITUNG Nicht alle Ackerfelder im Donau—Theiß-Zwischenstromland können mit Maschi­nen bearbeitet werden, einesteils weil nicht ausreichend Maschinen zur Verfügung stehen, andernteils wegen des charakteristischen Übergewichtes der Einzelwirtschaften und weil kleine Parzellen sich wenig für die Verwendung von Maschinen eignen. Es muß daher bei Durchführung der landwirtschaftlichen Arbeiten unbedingt auch die Verwendung von Zugtieren, von Pferden, in Betracht gezogen werden. Im Donau—Theiß-Zwischenstromland ist die Versorgung mit Zugtieren günstiger als sonst im Lande. Auf ein Pferdegespann entfallen durchschnittlich 24 Katastraljoch Acker; in den Einzelwirtschaften sind es weniger (22 Katastraljoch), dagegen in den LPG wesentlich mehr (46 Katastraljoch). Was die Versorgung mit Zugtieren anbelangt, so kann man zwischen den Rayons der verschiedenen Maschinenstationen wesentliche Abweichungen feststellen, u. zw. sowohl hinsichtlich der Einzelwirtschaften als auch der LPG. Die Verwendung von Zugtieren tritt jedoch im Zuge der sozialistischen Umgruppie­rung der Landwirtschaft mehr und mehr in den Hintergrund. Die gebietsmäßige Verteilung der Traktoren, des Arbeitsmaschinenparks, ist ebenfalls sehr verschieden. Das Niveau der Mechanisierung wird jedoch nicht nur durch die Zahl der Maschinen, sondern auch von deren Ausnützung beeinflußt. Die gründliche Ausnützung der Kraftmaschinen hängt wiederum von der Zahl der Arbeitsmaschinen ab. Das Donau—Theiß-Zwischenstromland verfügt nicht über alle erforderlichen Arten von Arbeitsmaschinen, vor allem gibt es zu wenig Ringelwalzen. Auch die Zusammenset­zung des Traktorenparks ist nicht entsprechend. Nur 16% aller Traktoren sind Universal­maschinen, in manchen Maschinenstationen erreichen sie nicht einmal 10%. Auch die auf einen Ackertraktor entfallende Arbeitsfläche ist sehr groß, durchschnittlich 887 Kata­­straljoeh; selbstverständlich muß diese ganze Fläche nicht nur maschinell bearbeitet werden. Auf Grund der Zusammensetzung und der Zahl der Maschinen können die in der Bácska und im N des Donau—Theiß-Zwischenstromlandes stehenden Maschinenstationen bei den landwirtschaftlichen Arbeiten am meisten von Nutzen sein. Eine Weiterentwick­lung der Mechanisierung hängt jedoch auch von der sozialen Umstellung ab. Eine der objektiven Voraussetzungen der Mechanisierung: die Bewirtschaftung von Großbetrie­ben, die großen Tafeln, ist nämlich heute noch nicht gegeben. E) DIE ARBEIT DER MASCHINENSTATIONEN IN DEN LPG Die Maschinenstationen verrichten den Hauptteil ihrer Arbeit in den LPG. Da Ende des Jahres 1956 das Gebiet der LPG stark zurückging, gestaltete sich der Mechani­sierungsgrad günstiger. Auf einen Traktor entfallen nur noch 91 Katastraljoch Ackerfeld, daher gibt es kaum noch Stockungen bei der Bodenbearbeitung, das verringerte Arbeits­gebiet nimmt den Maschinenpark der Maschinenstationen nicht einmal zur Gänze in Anspruch. Neben der Bodenbearbeitung werden auch die anderen Arbeitsvorgänge in kleinerem Maße von Maschinen durchgeführt . Ins Gewicht fallend sind noch: die Mechani­sierung der Erntearbeiten und des Transportes, die Mechanisierung der Pflanzenpflege, des Mähens und des Einbringens ist dagegen recht rückständig. Der Grund hiefür ist nicht immer der Mangel an Maschinen, sondern häufig die nicht zeitgemäße Art der Aussaat und Auspflanzung. 336

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