Bizalmas Értesítések 1938. október

1938-10-09 [1496]

::H Zw/Y Beilij, 9, Okt-bex /MTI/ Der Budapestéi K-riespondeu t des Völkischen Be^bachtcxs bemeikt, d^ss v r >n pmtlicher Scite v-~n den prálnÍ6ch-ung, o ri schen Bespre­chungen wohl nichts verő:fentlicht wuróe, die ungarische Presse bel schaeftigt sich jedoch eingehend mit diesen Bespr echungen und he bt die gemeinsamen Interessen der beiden Laender an eiaex gemeinsamen Grenze neivoi. Der Korrespondent he bt besonders die Woxte des Pester Lloyds hervor, dass Ungarn und Polen die richtige Stunde zur Aktion finden würden . Die Linie der ungari sch-polnischen Zusammenarbei t - so scLreibt der Koruespondent - dürfte durch dicse Stellunanahme der Budapestéi Blaetter gekennzeich.net sein um in hinblick auf die I'estste llung Ungams, dass die endgUltige und unwiderrufliche Lősung der noch offenen ü'ragen höchstens noch um Tage aufgeschobcn werden könne, bald wirksam werde. 5 Der Budapestéi Korrespondent des Berliner Tageolattcs besenaeftigt sich mit den heute bevorstehenden Vcrhandlungen in idomá­rom. Dabei bemerkt der Korrespondent, es wird angenommen, dass wachrend der Vcrhandlungen in Komárom seitens der tschechischon Delegation auch die Frage dex Behandlung der slowakischen Minderheit in Ungarn ? die naoh slowakiscb.cn Angaben fast 400.000 Seelen zaehlen, soll einex eingehenden r J Vexhandlung untexzogen wexden. Zurpk psychologi schen Vorbereitung der Konfcrenz habén in der..vergangenen Nacht die Führer des Ungaintums in der Slowakei vor aller Off entlichke it den Rechtsarspruch des 500000 bis 1.000.000 starken ungari schen Minderheit dex Slowakei au f Selbst­bestimmung wiedex festgestellt. Ungarn verlarge Übex die Rückgliederung dex ungari schen Bevölkerung hinausgehend auch eine formelle Volksab­stimmung in der Slowakei um die írage, ia welchem Staatsbexeich áis das slowakische Volk in Zukunft angehöxen wolle. In einem sehx ausführlichen Artikel beschaeftigt sich dex Budapestéi Koilespondent dex Frankfurter Zeitung mit den Argumenten dex ungaxischen Revisionsanspiüche. Ex bcmcikt am Anfang, dass dex un­gari sche Anspxuch auf Rückgliedtrung saemtlichex fxühexen Gebiete dex Stcfanskrone heute, zwanzig Jahre nach den .•• Bari ser Voroitvextiae­gen in manchex Hinsicht ixieal eewoiden ist. .. ,r Korrespondent stc 111* jedoch fest, dass dex Slowakenrühiei íilinka mit Recht aen Tschechen voigewoxfen hat, dass den Slowakcn untex ungaiischex Hexxschaft bessex eegangen ist. Der Korrespondent erinnert dann auf den Umstand, dass Dngarn im Jahre 1920 klar erkennt hat, erst die Durchführung der Auto­nóm ie vei spiechen in Bezúg auf Karpathorussland eine Vor au ssetzung für die Gebietsabtretung seinmiisse. Dem entsprechend fordert Ungarn die Selbstbestimmung der Ukrainer. Was die Üpgarn in der Slowakei betrifft so betraegt ihre Zahl mehr als eine Millión, Wenn die überwiegend un­gari schen Gebiete an Ungarn ohne weiterea angegliedert werden so kommen dadurch 885.000 Ungarn, 21.000 Deutsche und 220.000 Slowaken zu Ungarn, waehrend in der Slowakei noch 210.000 Ungarn verbleiben, Die Zahl der jetzigen slowakischen Minderheit in Ungarn schaetzt der Korrespondent auf 100-150.000. Zuletzt fasst der Korrespondent die wirtschaftlichen Axgumente zusammen, die für die Hückgliederung Karpathoxusslands an bugáin spiechen, vox Allém die alte íuhisoige ihigains in Bezúg auf die Industxialisieiung dieseigx Gebiete und auf dem Umstand, dass alle Ver­kehrswege diesex Gebiete in die ungari sche Tiefebene fühien. — 0 — m —

Next

/
Thumbnails
Contents