Bizalmas Értesítések 1938. október

1938-10-09 [1496]

In der Frankfurter Zeitung beschaeftigt sich Chefre­dakteur Kircher mit der neuen europaeischen Lage. Er bemerkt u.A.: • Es ist nun an der Zeit, dass auch Ungarn'zu seinem Rechte kommt, í Jeder Auf schub ist dem konstruktivon Ziel schaedlich. Über Deutschlands Frirdensliebe sind viele Lcute in aller Welt an­genehm überrasoht worden. Wir sind sicher, dass es nicht die letzte gute Uberraschung sein várd, auch nicht im Südosten unseres Erdteiles. Dicijjenigen natürlich die dort zu ihrem Rechte komraen, werden nicht ver­gessen, wer es ihnen verschafft hat. In einer Meldung des Budapester Körrespondénten schreibt das Blatt umA.: Die ungarische Offeutlichkeit ist in der Auslegung und Bewertung der Beschlüsse von Zsolna nicht einig. Es biiebt für sie die Frage . 4 ob der Sperling in der Hand der inr durch die Münchener Be­schlüsse gesichert erscheinte, einer slowakischi-ukrainischen Taube auf dem Dach vorzuziehen sei. Entscheidend dürften dabei nicht nur die politischen Víillenskraefte, sondern auch die wirtscaftlichen und mili­taerischen Möglichkeiten sein. —»— •*• : :H To/Y Berlin, 9. Október /MTlV In der Deutschen Allgemeinen Zeitung beschaeftigt sich Kurt Reich mit dem bevorstehenden ümbau der Tschecnoslowakei. Der Ver­fasser meint, dass über die Frage ob die Slowakei und die Karpathen­ukraine auch noch wegfa llen werden, da.6 letzte Wort noch nicht gespro­chen ist. Der tscaechoslowakisch e Staat bliebe.dann, wenn dicse Gebie­ten nicht abgetrennt werden, noch immer ein Naiiona litaetenstaat. iller­diigs zeigten jetzt die Tschechen, dass sie gelegentlich auch sehr schnell haadeln könnep. Sie baten Ungarn im Hinbiick auf die Presidaentenkrise und soeben erfolgte Eiasetzung eines neuen Aussenministers um einen zweitaegigem ^ufschub der in aussichtgenommenen Vorhandlungen, und bo­nutzte dicse Zwischenzeit um ülötzlicn dia seit zwenzig Jahren immer­vá edar zurückgeschobene slowakische Forderung nach einer eigenstaen­digen Regierung zu erfüllen. Der Verfasser kommt letzten Endes zum Schluss, dass die Frage der Zugehörigkeit der Karpatho-Ukraine n ch nicht e.itschicden ist. Einen Zentralismus könnten sich dic Tschechen nur in dem Falle loisten, dass die Selbstbcstimmung der Slowaken und der Ukra.inen doch für eine Loslősung ihrer Gebiete von dem Rost staat qusfall.it, der dann endlich ein wirklicner Tschechisbher Nat ionalstaat werden würde. I Bl/Ho Prága, október e. /Havas/ Hivatalos csehszlovák körökben határozottan megcáfollak es minden tekintetben .kitaláltnak nyilvánitják azt a külföldön megjelent hírt, amely ^szerint Csehszlovákia Romában tárgyaláson vett részt a ru­szmszkoi népszavazás ügyében. /MTI/

Next

/
Thumbnails
Contents