Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-02-23 [1481]

I :: B e r 1 in ,23. február. /Ung.Tel.-Korr.-Bureau/ Die gesamte Berliner Presse beschaeftigt sich singehend-mit den Budapester Besprecbungen des italienischen Staat ssekret aers Suvich. Der Völkische Beobachter schreibt unter anderem: Wi© immer die Lősungemőglichkeiten gedacht sind, gehen flie nicht auf das ganze, s^ndern haltén viel au effenbar einseitige .. . italienische Priva&intéressen vor Auge. Deshalb werden sie die Donauprobleme nicht lősen. Es ist die slavische G efahr, die Ungarn in seiner Existenz bodroht. Gráf -Bethlen war mit allén Mitteln besírebt, die slaVische Gefahr zu banneiu ©a Italien in der Linio der B^híenschen Aussenpolitik war, bahnto Gráf -oethlen zu Italien ein aufricht ig/es ií'reundschaftsverhaeltnis an. Er war sich dessen bewusst, dass diese Ori­entierung, wie wertvoll sie auch für Ungarn sei, infolge der getlogischen Lagn immer nur eine Episode bleiben wird. '"ícnn/sich in der Vergangenheit um Spin o der Ni cht se in' gehandolthat, war der /es/ Platz une-aras stets an der S ö ite Deutschlands. Dits alles muss man sich * ver­gogenwaertigen, wenn man : über'dio Budapester Verhándlungen Suvichs nicht fal sch iúf ormiért werden will. Diese Tntsache vor Augen haltend hat üraf Bethlen an seiner deutschfreundlichen Orientiorung fostgohalten und' auch Minifíteroraesidr^t Gömbös haelt darán noch viol.ausdrücklicher fest* , • - , „ . Zudem sprechen alle realpoiitischon ^ikunftsmoglicnkeiten für ein enges Zueammengehon mit Deutschland. Die Deutsche Zeitung beschaeftigt sich in einem laengeren aus Budapest stammenden Bericht mit den Suvich-Verhandlungen und er­ortert eingehend die wirtschaftlichen Unmőgjichkeiten und Schwierigkeiten der absoluten wirtschaftlichen Zusammenarbeit Italiens, Ungarns und Gsterrcichs: Die wirtschaftlichen Interessen, in Ungarn die industriellen, in üsterroich die landwirtschaftlichen und in Italien teilweise die land­wir.tschaftlichen und die industriellen, dio sich allé gogeneinandor stossen, maciién eme praktische• ZipBammenwirk"™ in der F»im einer Zollunion fast Bömozli éfy\ J In dieeem Gedankenkreib oeschaeftigt sich der Artikel mit den Budanester Verhándlungen und stellt fest, dass onne Deutschland eine Lősung ín wirtschaftlichem Sinne unmőglieh aei. , • Die Deutsche Allgemeine Zeitung beschaeftigt sídb. eben­falls mit Suvichs Verhándlungen,főit der Schaffung eines.Orgamsatirns­status für einheitliche Aussenpolit ik und schreibt in einem laengeren Bericht unter anderem: '' . . _ . . , n : ' lm Zusammenhang mit Suvichs Besprecnungen ist der be­danke einer Zollunitn Italien-Ungarn-üsterreich auígetaucfit, der unter den vielen Plaenen zur Sanierung des Südostens ein Dovum darstellt. Er ist allgomein anfreundlich Bufgenammen worden. Die Kleine Entente pro­testiért gegen diese rein italienische Lősung, das ohnehin nervose ^rank­reich fühlt sich plötzlich zwischen der Scylla des " Pangó man ísmus/. und der Ckrybdis italienischer Balkanhegomonie und fragt sich erstaunt, weshalb m-Sn eigentlich Osterreich eben seine Unabhaengigkeit bescheinigt-haette. Dollfuss ist der. Plan nicht recht geheuer, weil die angeblich bodrohte Unabhaongigkeit Osterreichs gerade die schmale Plattform bildet, auí der er sich zu haltén vorsucht." • Das Berliner Tagblatt schreibt unter anderem 1 : Kun gibt es alsó die Kleine Entente, den Balkanpakt und das jotzt in Budapest goplante Qrganisatienastatut. Es betrifft uns in yie­ler Hinsicht am naechsten. Ungarn gcht den <<eg nach südwaerts, wenn auch so viel natürlicho Anziehung Seutschland auf Ungarn und umgekehrt Ungarn auf Deutschland ausübt. Osterreich, wenn es wirklich zur Unterschrift t kommt. kegibt sich angesichts des Zustandos:' innorér Schwaeche, in dem es sich jetzt befindet, in eine Kontrolié. «ie es von seiner natürlichen Bestimmung - und das sei hier mit aller nntschiedenhnit ? ausge­sprochen - fortführen muss, T/T

Next

/
Thumbnails
Contents