Bizalmas Értesítések 1934. január-június
1934-02-23 [1481]
/Fortsetzung der Berliner Blaetterstimmen,/ ' österreioh, vvenn es wirklieh zur Unterschrif t kommt, begitt sich angesichts des Zustandes . irjnerer Schwaeche, in der es sich jetzt tefindet, in eine Kontxolle, die es von seiner natürlicher Bestimmacung - und diessei hier mit aller Entschiedenheit ausf esprochen - fortziehen muss. Denn es ist nichte in der Mitteilung, ie wir oben wledergaben, von dem Perspektiven erwaehnt, die das ürganisationssáatut unseres Eraohtens unter allén Umstaendcn enthalten müsste. Und dioser Mangel besreht, trotzdem Ungarn bisher jede derardge Untérnehmung onn- Deutschlands reilnahme als lenre Phantasie bezeichnet hat. vilir warton in Ruho ab. zujKören, was donn eigentilich geplant ist und bognügen uns vorerst mii* diesen Andeutungen. . . Die Berliner Börsunzeitung schreibt u, i.: Der Duoe arbeitet zunaechst auf ein engoros Freundschaftsbündniss zwischen der drei Staaten hin. Dieser Plah, in dtssen Rahmen auch eine Münzunion eine Rolle spielt, •» »"•' .s ist nun of'enbar auf ebenso verstaendliche, wie starke Bedenken bei der Wiener und bei der Budapester Regierung gestossen, d$ ein.rseits der österreichische Bundeskanzlcr auf die Interessen seiner christlich-sozialen Bauerorgahisation Eücksicnt zu nehmen hat und anderurseits auch den Ungarn lebonswiohtige wirtschaftlichc Interessen n.-'ch anderen rdchtungen hin so vor allém nach Deutschland neben^industrielle Besorgnisse in Rechnung gestellt werden mussten. In diplomatischen Kreisen ist man zur ÜUIfasssíing geneigt, dass Italien unter Umstaenden die Herstullung eines offenen Droimaechtebündnisses mit österreish und Ungarn erstrebt. Jas offen gegen lie kleine Entente géni choet sein und gleichzeitig auch den Zweck verfolgen würde, dl« "östeireichischo Unabhaengigkeit" gegenübcr lom Deutschen Reiche unter italienischen Protektoranzs zu^sichern. Ob diese iuffasung ge— rechtfertigt ist, muss freilich bezweifelt werden, denn es laesst sich annehmen, dass damit in Mi tteleuropa neue und sehr gefaehrliche politische Spannungen entstehen würden. Sicher ist, dass Gömbös seiner altén von kluger Voraussichü ^eleite ten í'aktiü, sich in &eine gefaehrliche und wohl auch aussichtlose * Kombination nach der einen oder der anderen Richtung hin einzulassen, nach Möglichiteit treu bleiben und versuchen wird, Entscheidungon aus den ftege zu gehen. In dieser Haltune: dürf te Gciibös nicht zuletzt durch den anschluss, und durch die Unterzeichnnne; des zwifellos auch für Ungarn sehr aünstigen Handelsvertrages mit Deurschlani". bestaerkt werden. Die klare Befdlgung nüchtorner Víirtschaf tsintoressen, wie sie in diesem Vertragé zum iusdruck gebracht werden, solltun den éinzig müglichen Weg weisen, auch die Bezienungen im Donauraume aus der Spnaere einer mit gefaehrlichen politischen Spannungen überladenen Situation herauszuheben und damit weiterén Verwicklungen vorzubeugen, Kö/Ta 6 6