Bizalmas Értesítések 1920. október

1920-10-21 [1437]

—• — m «- w s*j a*. „k .(-* w A. i >fc# $ 1920. október 21. 2. lap. W i e n ,21 .Október,/Privatmeldung des üMB/ Di© Blaetter ver ÖfY entlicien auf Grund der Kor rbureaum© Idung den Bericht üb& die Int erpel lation Ruperts und di© Antwort des Minist epraesiö nten 2© le ki. Die Neue Freie Press® schreibt dazu,der Fali Landau müsste zum Anlass genommen werden,um ©ndlioh deh Auss obxeitumgen ©in Ende zu mache n,die. denRuf Ungarn s scbaed igen und in di© Atmosphaere des Balkans gehóren. Das Vblk und die Regierung ih Ungarn wolle Ruha und Gesetzlidá­kéit und es darf nicft sein s dass eine Rotte von Verbrechern staerker ist,als Millionen ,die sicbnachWiederaufnahme dsr Abeit und nach politischer Beruhigung seinen. In der ^nleitmg zu dem B er.i.febschreibt di© NeueFreie Presse % , Dieses Verbrechen ,dessen Plán mit allém Raf íineientmodernen., üwmrf^xx. Gauncbums gíasst worden war und dessen Durchführung an die Übung finsterer otientalischer Despotie erinn©rt,©rha©lt sein© bsondere Not© durch di© Unifomen^di© dar in ein© aus so&lag gebén de Roll© spieen. Di© Wbrecher habsi sich einfach militaeri ^cher felien und Abbéi lungen bediat, um ihrem Vor haben ©inén politi schen Ansbr.ich zu {""* geten . Darin liegt das Ohgeheuerliche der Tat. Zwar hatRupert in seiner Anfrage ausdrücklich ©rklaert ,dass der Honvédmini ster und das Detachement Prónay sich beinüht haben,das Verbrechen zu. iramiÉ' ve re iteln, das aendert aber nichts an *r Tatsac.be, dass nur die voangehenden Dmtriebe es ermoglicherjdas; • ein solches Verbrechen überhaupt vollzoga werden konnbe .Selbst Minist erpraesid ent Gráf Teleki musste in der Ántoort auf da Interpeilation Ruperts zugelofy , dass unter dem Eindruckdister Tat der ííinisb errat siohgeietigt gesehen hatóén ^'irkungsk-eis der Müitaer­behörden und vonj&ahmlich der militaerischen Spionagst el len , diehier elneseltsame Roll© gespielt habén, zu beschraeiken .Damit aber ,dass eine sfcrenge Untersuchinng angeordneb wurde,, ist dies© haesslicüg) Straf— angelegenheit noch lang© nicht btereinigt. Wie di© Vorge schicht© diesas Pal.es zeigt.sitzt di© Wurzel noch tief er?waehrend ganz Ungarn ách . nach Ordnung und Ruha sehnt und die Regierung eifrig bémüht ist,diesem Bedürfnis entgegenzukommen .tre.ben noch gewis ,e Verbrecher ihr ^rwegenes Tjv Der Pali Landau zeigt, wohin ©in System führt, das sich^wiűfe in traurigen reaktionaeren Massregeln und in tiefbadeuerlichen Zugé­staendnissen an rückschrittliche Tendenzen aeussert. Leicht und schneil ist die Grenze verscho'ben. Von Verbrechen aus Politik ist mar ein sohritt zum Verbrechen aus schnőder Gewinnsucht und die Method© das Terrors findeb gelehrige schüler in d?n berufsmaessigen Mordéra und Erprersern. So kann und darf ©s nicht weitergahen. Ss darf einfach nicht mehr jeder 0ffizi©rssteHvertreter den Klaeger, Richter und Henker maohen« Dann gar zu leicht bemaechtigen sich dann, wie der Pali Landau zeigt, die Verbrechor selbsb dioser" Rclle und sie führan den Kampf um die Millionen des Kaufmahns Landau unter der iíaske palit'.soher Helden. Wenn Ungarn ein Rechtsstaat bleiben will und Faellv wi© ©s di© Ermordung Landaus gewesen ist, vermieden werdan -solleq dann muss der s«mp£k Sumpf des politischen Terro rigmus endgültig gereinigt werdan. Das Shrenkleii . des Soldáten darf keine Verbrechen decken. Die führenden Sehlagworte. der Hass dürfen keinen Wiederiia.il bei. Behó'rden und Geriohten findán. Die erapörende Erscheintnng, dass der politi soha Gegner vogelfrei einem Bandi ten ausgeliefert ist-, muss sohleunigst aus dem őffentlichen Lében Ungarns verschwindan. Vielleicht hat der Pali Landau hier reinigend gev/irkt » 1(>. W i 9 n , 21. Október. /Érivatmeidung des TJTKB/ Das Neue Wiener Tagblatt verőffentlicht ein© lange^a Unterredung mit d®m staats­sekretaer Dr. Renner, der untar anderem auf di© Frage, ob er ©in© Koalition für notwendig und mőglioh halté, folgende Antwort erteilte: Meine Auffas-ung ha sich in aLlgemeinen in dieser Prage nicht ge aendert. Ioh halté nach wie vor dafür, dass die Republik Sache der grossen Massen des gesamten Volkes ist und das,? die Parbeien ihr zu dienen haben, jade in ihrer Weise* Das ist allerdings bloss dia allgemeine Wahrheito lm Bearonderen natürlich müssen sich die Parbeien so -varnálten," dass ein Zussmmenarbeiten mőglich ist . Sin solches kann weder auf Kosten der Ehr© der Partei noch euf Kostán der Interessan .ihror Waehler^ massen. gedaoht werden* Pafüber werden eben die Klub3 selbst zu ent­schen.den haben* lm vor aus betoné ich f cu*sg meine Partei von der. Empf indung be­herrscht ist, di© Pakt© gehalten und sich rodlich für derén Durch­führung bemüht zu haben, waehrend - die Gegen partei "die notwendig© politi-oh© Aufrioht igkeit und Treue vermissen laesst; die ermutigeri wurden, mit ihr \>rtraege UaÉDOKnmBal üb* -haapt noch éinmal zu schljes­sen. Auf die Prage, ob er gedenks, sich für di© Wiedereinr ich tung der parlamentarischen Arbeiten zu bemühen\ antv/crtets Dr. Renner : 3inem direkten Auftrage der Partei unterwirft .sich jedsr Sozialdemol<rat, aber persőnlich habe ich mit dem Zutrauen zur ohrist­lichsozialen Partei auch Jedes Interessé an der Sntwirrungsaktion ver­loren^ Wenn ich der Partei nichts vonverfen will, so kann ich doch für das von mir verwalteto Ressort sprecran. Die Führung des Aussenarrrbes r ist unter Urastaenden, wie sie sich in der letz + «n Zs.it entwickelt htetoen, für éinen Menschen von Charaktar ausgssohlos~en. Es ist vmhr , dass ich seit geraumer Zeit die Einberufung des auswaertigen Aussohusses nicht mehr verlangt habe . Der Grund hiefür war, dass ichder GeheimhaItung der ­Verhandlungen vor dem. Aus land e nicht mehr sicher war. Oest erre ich hat ein dominierendes auscenpolit isches Interessé und das ist die endlicne

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