Bizalmas Értesítések 1920. október
1920-10-21 [1437]
Schen Cefflntlichke it nicht ^ a1 ^^^ ^^" RagieItt Unit folo^n luspíSen kann Deutschwes^garn nicht g^sicnert werden. dafür, dass ohne KI arstel iung gewisser Um— staende eíne wirksame Vertretung der 0^™^°^^^™^^ Sslande überhaupt unmőglich ist . Der Zusammenbruch hat eke Monarchxe zerrissen und an ihre Stelle NationaIstaaten gesetzt, de eifersüchtig auf die W'ahrung ihrer jSonderinteressen bedacht sind. schon daraus ergibt sich, dass auch wir 0 esterreicher mit der grő's ;ten sorgfalt unsere besonderen Interessen verfechten müssen* Das kann man nicht, wenn die Gesandtschaft des Nachbarstaates hier nicht die Vertretung einer auswaertigen Regierung bei unserer Regierung'ist,' sondern sich auf dem Boden einer politischen Partei ste II t , in den Parteikampf©« mit Rat und Tat, mit moralischer und selbst materiéi.ler Unterstützung eingreift und dabei auf offsne Herzen und offen© Haende stősst• Ss sind Handlungen vorge— kommen, die im alton Oesterreich selbstverst aendlieh als Hoch varrat beweirbet und verurteilt worden waeren. Nach meiner Auffassung kann daher kei ne Partei die Regierung des Landes übernehmen, so lange diese Dinge nicht geklaert und ge• sühnt sind, Die be kann te n Dokumente sind natürlich vom ersten bis zum letzten vollstaendig echt und ich person! ich komme über die erwaehnten Tatsachen nicht hinweg. Wenn unsere Oeffenti ichkeit solche Vorkommnis^e auf die leichte Schulter nimmt und wenn sie de jenigen, die in sie verwicke.lt sind, geradezu mit einem Vertrauen auszeichnet, so bin ich gegen ein solche s Volksurteil machtlos* Aber ich für meine Person will damit nichts mehr zu schaf fen haben. Ich fühle mich aber verpflichtet, meine Person jeder künftigen Kombination zu entrücken und gerade dadurch unser Volk vor den Dingen XH die sich da ent wie ke In, zu warnen* Der Journalist wendete schliesslich ein; Es scheint aber naheliegend, dass verschiedene Partéién zu verschiedenen sfcaaten gró'ssere Sympathien laben,,; Man sagt doch, dass die sozialdemokraten Tschechien naeher stehén ? Dr. Renner erwiderte ; Man sagt eben sehr vieles ohne Grund s und ohne . Beweis. Man hat wider besseren Wissens unendliche Unwahrheiten verbreitet, so auch die Unwahrheit von einer Geheimpolitik des Aussenamte s<. Ich stelle fest, das:; ich alle drei Partéién durch . Ihre Mitglieder des auswaertigen Ausschusses \nioht nur loyal informiért habe, sondern dass ich den beiden Obmaennern des auswaertigen Ausschus-es, welche die zwei Koaiitiohsparteien vertreten haben, jederseit den vollen Einblick in saemtliche Aktán gewaehrt habe* Wenn Zweifel auf— tauohten, musste man sich vorher inf ormieren^' da man es nicht g@tsn hat^i zog man,' um Unwahrheiten als Wáffen im Wahlkampfe benützen zu kőnnen, CJhinformiertheit vor» sonst laette man vor al ler Welt freimütig bekennen müssen, wie sehr ich mich bemüht habe, auf gütlichem Wege die Ungarn zur Erfüllung des Priedensvertrages zu ttewegen* Niemals hat andrerseits roeine Politik gegen über den Tschechen oder dugoslawen einen anderen Inhalt gehabt, als die Durchführung és des Priedensvertrages und der schonung unserer Interessen. Feindsei igkeit oder Kampf ist kis in Mittel zua* uh dieser Schonung und das gibt den Inhalt und die Grenzen unserer Sympathien zu' tschechien* Ausserdem bin ich i&er der Auff as ung, dass unsere Beziehungen zu Tschechien immer einen zwiespaltigen Gharakter haben werden, denn dieser Staat 'ist zugleich ein staat von drei Millionen Deutschen, ein Um stand, der weder auf Ungarn noch auf irgend einen anderen Nachbarstaat zutrif f t. Die ki.ndische Vorstellung, sechseinhalb Millionen Oesterre.icher kőnnten.im Kampfe und Krieg die erei Millionen Sígnhats Deutschen in Tschechien bef re ien, habe ich natürlich • zurückge wie seri ...Dagegen aber liegt mir* der Gedanke nahe, indem man zwischen Wien Und Prag Brücken schlaegt, zunaechst eine Verbindung zwischen den Alpendeubschen und des Sudet^endeutschen zu erőffnefc* Darüber steht übrigens jedermann. das Urteil frei. Aber eines steht nicht frei und von dieser Auffassung kann xtiú&c ich niemals auch KmxmIteEa.T? nur. um Haaresbreite abwelch© Unsere auswaertige Politik darf bei der gefaehrliohen Lage des Landes nie mehr solchen Faehrlichkeiten áasgesetzt sein, denen sie in den letzten Monaten unterworfen war und niemals werde ich meine Sustimmung zu irgendeiner Koalition gebén oder für sie arbeiten, ehe nicht dieser Punkt vor allém vollstaendig klargestellt worden ist . Das in Bezúg auf seine Person und mein Ressort« lm übrigen möc.hto ich selbsb verst aendlieh meiner Partei und'meinen Mitarbeitem voile Ent schliessungsf reihe it vorbehalten.. •jfc ,. IP i e n , 21. Okto"bér c /Privát'méldui^desüTKB/ Die Neue Preio Presse s eb re i bt zur Mélduug über die Verfiaftün^ ein® un^ar schen Gutsbsitzers durch 'Wiener-Neüstadter Koramii ni sí en * ° Der Wiener Polizeidi'r ektion sind naclí úti seren Er he büngén weder v n der Wiene r-Neu staedtér Behordó, noch vonsoost irgendeiner Stelle Mitteilungen zugekommeu, die sich auf die Gefan^ebaitun«eines u ugari schea Gutsbesitzers in dér jtiatri&n Siebehbluhnor Kasemedurcli Kommunisten bez ieben könnten . Es sind wohl schon iruber ueruch te aufgetaucht d ie sicii mit den angebliciP-o-e'-eimnisvoilen Vorgiengeu in der genannten Kaserne besebaeftigten und wo.iaoii in ders élben wid errécbtlich Personen zurückgehaltén wurden aiedo'thin gelockt worden waren. Die Polizei ist dicsen Gerüchten *• da ma Is na ch geg a n.gen, d oc h konnte eine tat saechlieb e Grundlage dieeer Erzaehlungen nicht fest jjestellt werden. ' 4 u(íh afe Arböíitérzeí tűiig bezeichnet dieMéldungals ein Maerchenuíd einen lüge ihafrei Romai. J