Kenyeres István (szerk.): Urbs. Magyar Várostörténeti Évkönyv XVI. - Urbs 16. (Budapest, 2022)

Resümee

482 Resümee Phase stritten sich die Parteien vor dem Palatin, in der zweiten vor dem päpstlichen Legaten Angelo Pecchinoli und den letzten Akt vollzogen die vom Papst delegierten Richter. Der monumentale Prozess war in diesen Jahren eines der wichtigsten Ereignis­se in der Geschichte von Bártfa und spielte auch im täglichen Leben des Bürgertums eine wichtige Rolle. Folglich ist die Streitsache sehr gut mit Dokumenten belegt, die Ereignisse wurden in mehr als 80 Urkunden festgehalten. Bei diesen handelt es sich um Quellen unterschiedlicher Art: Neben den traditionellen Prozessunterlagen stehen viel­fältige Dokumente, von den Sendbriefen (missiles) bis hin zu Kammerbüchern und den unterschiedlichsten Aufzeichnungen für eine Untersuchung zur Verfügung. Vorliegen­de Studie versucht, die Geschichte dieses Prozesses in groben Zügen nachzuzeichnen und zu zeigen, wie die Bürger von Bártfa mit dem ungewöhnlichen Gerichtsverfahren umgingen und wie methodisch und sorgfältig sie dabei vorgingen. Attila Tózsa-Rigó Die Rebe, der Wein und die Stadt Weinbau und Weinvertrieb im Budget von Preßburg im 16. Jahrhundert (1530-1610) Der Weinbau und die Weinerzeugung spielten eine wichtige Rolle im Alltag der Men­schen der Frühneuzeit. Das war auch in Preßburg (Pozsony, Bratislava, SK), das in einem Weinanbaugebiet liegt, nicht anders. Zu Beginn der 1530er Jahre hat die Stadt bedeutende Weinberge erworben. Der Ma­gistrat, nun als einer der größten Weinbergbesitzer, wollte den Vertrieb des produzierten Weins sicherstellen. Zu diesem Zweck wurde 1532 ein Stadtstatut erlassen, wonach an bestimmten Tagen des Jahres nur die Stadt Wein ausschenken durfte. Zur Rolle der Weinberge und des Weins im Stadtbudget analysiere ich die relevan­ten Abschnitte der Kammerbücher der Stadt Preßburg (AMB MmB Kammerbücher). Einzelne Abschnitte der Kammerbücher habe ich bereits in mehreren Studien unter­sucht, und unlängst wurde auch in einem Studienband auf das Potenzial dieser Quellen hingewiesen. In meinem Beitrag werde ich zwei Teile der Preßburger Kammerbücher untersu­chen. Unter den Ausgaben wurden jedes Jahr die Beträge aufgeführt, die für die Wein­berge, die sich im Besitz der Stadt befanden, ausgegeben wurden. Zu Beginn des Unter­suchungszeitraums wurden erst in sechs Weinbaurieden städtische Weingärten erwähnt, während im letzten Drittel des Jahrhunderts jährlich an die 25 Weinberge oder Wein­bergteile in der Quelle aufgeführt wurden. Für die topografische Identifizierung der verschiedenen Riedenbezeichnungen werde ich Informationen aus einer meiner frühe­ren Studien heranziehen. Die Löhne für die in den städtischen Weingärten beschäftig­ten Arbeitskräfte — von den Winzern bis zu den als Tagelöhner beschäftigten Hauern

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