Varga László - Lugosi András (szerk.): URBS. Magyar Várostörténeti Évkönyv XIV. - URBS 14. (Budapest, 2020)

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322 Resümee auf, als die behördlichen Maßnahmen im Interesse der öffentlichen Sicherheit zwingen­der und die Kontrolle der Einhaltung der Regeln häufiger und strenger wurden. Balázs Beregszászi Die Errichtung und die Sehenswürdigkeiten des Stadttor-Platzes von Magyaróvár Der Stadttor-Platz (Városkapu tér) weist bereits mit seinem Namen darauf hin, dass dies hier der untere Tor der Stadt war, wo der kontrollierte Ein- und Austritt über die Leithabrücke stattfand. Über den westlichen Teil des Platzes, neben dem Magyaróvár umschlingenden Fluss Leitha führte die alte Landstraße von Ofen (Buda) nach Wien. Dies war die sog. Innere Preßburger Straße (Belső-pozsonyi út), die als Umgehungsstra­ße für die Stadt diente. Die erste Einrichtung auf dem Platz war der Friedhof, der noch vor der Friedhofsverordnung von 1775 entstand. Vom Friedhof bis hin zur Unteren Mühle von Magyaróvár stehen Wohnhäuser. Das einzige Gebäude auf dem Platz, das unter Denkmalschutz steht, ist das Staindlhaus neben der Friedhofgasse (Temetőköz). Das Haus wurde 2002 abgerissen, anschließend aber nach Anordnung der Denkmal­schutzbehörde in seiner ursprünglichen Form wiedererrichtet. Die charakteristischsten und schönsten Gebäude des Platzes sind die Post und das Gericht. Die Post war einst das Haus des Architekten Béla Hőnél. Es wurde 1909 fertiggestellt. Abgesehen vom Komitatshaus war dies das erste Haus der Stadt, das als zweistöckiges Gebäude ent­worfen wurde. Die Bauarbeiten führten aus hygienischen und ästhetischen Gründen zur unterirdischen Verlagerung des als Stadtgraben bekannten Kanals. Der Platz hieß im Volksmund Postplatz, den offiziellen Namen Stadttor-Platz erhielt er 1928. Das Hu­berhaus wurde 1908 noch in der Hauptstraße (Fő utca) erbaut, heute gehört es ebenfalls zum Hauptplatz. Das Bezirksgericht (Járásbíróság) wurde nach den Entwürfen des Architekten Miklós Menyhért 1929 erbaut. Das Gebäude beherbergt auch heute das Gericht und die Staatsanwaltschaft. 1930 folgte die Begrünung des Platzes, damit das Gerichtsgebäude besser zur Gel­tung kam. Noch in diesem Jahr wurde die internationale Landstraße von Budapest nach Wien an die östliche Seite des Platzes, auf die Gr. István-Széchenyi-Straíte (gr. Széche­nyi István utca), die heutige Hauptstraße verlegt. Auf dem Platz befindet sich das Kriegerdenkmal des Ersten Weltkrieges, ein Kalk­stein-Obelisk, das am 28. Mai 1933 eingeweiht wurde. Bis Ende des Zweiten Welt­krieges bzw. seit der Wende werden hier die Feier zum „Gedenktag der ungarischen Helden“ veranstaltet. In den 30er Jahren wurde „Jedermanns Weihnachtsbaum” (,, Min­denki Karácsonyfája ”) ebenfalls hier aufgestellt. Der Platz diente auch als Verkehrs­knotenpunkt, bis 1978 füngierte er als Kreis- und städtischer Busbahnhof.

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