Varga László - Lugosi András (szerk.): URBS. Magyar Várostörténeti Évkönyv XIV. - URBS 14. (Budapest, 2020)
Recenziók
Resümee 323 2011 wurde die Grünfläche in ihrer alten Form aus den 1930em wiederbelebt. 2016 erhielt der Platz den Sonderpreis für das schönste Stadtzentrum Europas beim europäischen Blumenschmuck- und Lebensqualitätswettbewerb „Entente Florale Europe”. János Fleisz Vom Sankt-Ladislaus-Platz zum Platz der Vereinigung Der Hauptplatz von Nagyvárad (Oradea), wichtige Schaubühne fiir den Kampf der Symbole Die Arbeit zeigt anhand der zur Verfügung stehenden Quellen die Entwicklung des Hauptplatzes Nagyvárad (Oradea), wie aus dem einstigen Sankt-Ladislaus-Platz der heutige Piafa Unirii (Platz der Vereinigung) entstand, wie der Platz nach und nach bebaut und mehrmals umgestaltet wurde bzw. aktuell modernisiert wird, und behandelt die unterschiedlichen Aspekte seiner Nutzung und der damit verbundenen Erfahrungen und Bedeutungen. Der Beitrag umreißt die allgemeine Signifikanz des Hauptplatzes im Leben der Stadt, die Entwicklung seines Erscheinungsbildes bis Ende des 19. Jahrhunderts bzw. seine Wandlung im Laufe des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Arbeit zeigt auf, wie dieser für das Leben der Stadt besonders wichtige öffentliche Platz zur symbolischen Ausdrucksform und Instrument der Macht wurde. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich erschienen auf dem Platz zunächst die kirchlichen Symbole und anschließend die Sinnbilder der ungarischen nationalen Bestrebungen. Die Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg machten den Hauptplatz von Oradea zu einer der wichtigsten Schaubühnen für den Kampf der Symbole. Der Machtwechsel und die rumänischen Bemühungen um eine eigene Nationenbildung führten zwischen 1919 und 1940 zu einer Metamorphose des Platzes, und in den vier Jahren der Rückkehr zwischen 1940 und 1944 kam es zu wesentlichen entgegengesetzten Änderungen, ohne die neue Umwandlung vollendet zu haben. Anschließend wurde die Symbolik des Platzes für lange Zeit durch die kommunistische Ära geprägt. In der postkommunistischen Zeit nach 1989 spiegelten sich die Gegensätze der symbolischen nationalen Bestrebungen auch auf dem Hauptplatz von Oradea wider, ohne aber zu Konflikten geführt zu haben. Der Beitrag geht detailliert auf die aktuelle Situation des Platzes ein und beschreibt, wie die lokale Gesellschaft die Modemisierungsbemühungen aufnimmt bzw. wie die heutigen Bewohner der Stadt den gesellschaftlichen Raum wahmehmen.