Urbs - Magyar várostörténeti évkönyv 8. (Budapest, 2013)

Recenziók

Resümee 331 sten übernahm grundsätzlich der Fürst, diese wurden aber nur nachträglich und willkür­lich in Form von Steuergutschriften erstattet. Mithilfe der Bistritzer Rechnungsbücher des 16./17. Jahrhunderts (darunter die von 1615 bis 1668 geführten Bände, die speziell die Kosten der Fürstenaufenthalte beinhalten) und der reichhaltigen Korrespondenz konnten wir 27 gewisse und weitere acht fragliche Besuche im 16./17. Jahrhundert identifizieren. Diese waren in sechs Fällen mit dem Landtag verbunden. Das Apro­pos von weiteren sechs Gelegenheiten im 17. Jahrhundert bildeten die einmonatigen Gesetzesperioden im Herbst, die hier für den Siebenbürger Adel abgehalten wurden. Mithilfe unserer Quellen können der Verlauf und die Abwicklung der Besuche, ergänzt durch die bereits bekannten Einzelheiten aus Kronstadt und Klausenburg, rekonstruiert werden. Wie auch die immer häufiger werdenden Fürstenbesuche zeigen, hatte die Po­sition von Bistritz und die Stellung der sächsischen Autonomie im Laufe des 17. Jahr­hunderts gegenüber dem Fürsten eine bedeutende Schwächung erfahren. Im Gegensatz zu einem Gemeinplatz in der Geschichtsschreibung wurde dies nicht so sehr durch die stürmische Expansion von Gábor Báthory Anfang des 17. Jahrhunderts hervorgerufen, sondern vielmehr durch die Maßnahmen von György Rákóczi I. (1630-1648), die in Friedenszeiten durchgeführt wurden und die städtischen Vorrechte beschnitten. ÁRPÁD CSÁKI Die reformierte Kirche und Schule von Szeklerneumarkt (Kézdivásárhely) im 17. Jahrhundert Szekler Neumarkt (Kézdivásárhely), entlang der wichtigen Handelsstraße gelegen, die die Moldau mit Kronstadt (Brassó) verbindet, spielte eine Rolle bei Warentransport, gehörte im Zeitalter des Fürstentums zu den privilegierten szeklerischen Marktflecken und war zugleich eines der wichtigsten Handwerkszentren der Region. Neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung war es die wichtigste Bastion der refor­mierten Kirche im katholisch gebliebenen Oberen Háromszék. Sein Partikel wird zur Zeit des Fürsten György Rákóczi I. unter den städtischen Schulen, die aus den bischöf­lichen Pfründen unterhalten wurden, erwähnt. Im Laufe des 17. Jahrhunderts hatte die Stadt akademische Prediger, die an west­lichen Universitäten studiert und neben der Theologie auch eine Ausbildung in den medizinischen Wissenschaften durchlaufen hatten. Mehrere von ihnen waren auch als Pröpste tätig. Im letzten Viertel des Jahrhunderts bot der Plan, die Schule, die - gleich­

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