Urbs - Magyar várostörténeti évkönyv 8. (Budapest, 2013)
Recenziók
Resümee 329 (Fleisch, Getreide und Wein) und der Futtermittel in angemessener Menge. Der Fürst schickte der Stadt zumeist Präbenden-Listen, die eine Namensliste der Begleitpersonen und die ihnen auszuhändigenden Mengen enthielt. Die Stadtbewohner organisierten die Ausgabe der Lebens- und Futtermittel für die größeren Massen der Hofhaltung (dies bedeutete täglich ein Pfund Fleisch und vier Brotleibe pro Person), aber sie mussten auch den Ansprüchen des Fürsten sowie der Gesandten und hohen Beamten des Hofes (bzw. ihrer Küchen) Genüge leisten (beispielsweise dem Fasten, den Sonderwünschen, der Samstagsvorbereitung, den Wünschen der Teigmacher und den Liktarien). In der Küche spielten - neben den Mitgliedern der fürstlichen Hofhaltung - auch die Stadtbewohner (mehrere Dutzend von ihnen) eine bedeutende Rolle, damit alles auf angemessene Art und Weise und zur angemessenen Zeit auf die Tische des Fürsten und seines Hofes gelangte. Die Kosten, die beispielsweise 1612 8 Prozent des städtischen Gesamthaushalts ausmachten, trug - wie bereits erwähnt - die Stadt aus städtischen Steuern. Unter Gábor Báthory waren diese Summen die größten und prozentuell die höchsten, später - sowohl zur Zeit der Herrschaft von Gábor Bethlen als auch der Rákóczis - verringerten sich die Kosten, während der Anteil und die Summe der vom Landtag festgelegten Steuer ständig wuchsen. Die Zeit des fürstlichen Aufenthalts in der Stadt wurde zu einem sehr gut nutzbaren Ort der Interessendurchsetzung der städtischen Politik, die Stadt konnte mittels einer angemessenen Repräsentation die Situation zu ihren Gunsten ausnutzen, denn nicht nur der Fürst, sondern auch die führenden hohen Beamten des Staates und die hohen Würdenträger des Hofes waren innerhalb ihrer Mauern. ZSUZSANNA CZIRÁKI „Vor allem erbitte ich Deine Gnade, für meine Unterkunft zu sorgen...“ Fürstliche Repräsentation in Kronstadt (Brassó) während der Besuche von Gábor Bethlen In meiner Studie behandle ich einige Aspekte der fürstlichen Besuche von Gábor Bethlen in einer der wichtigsten Städte der Siebenbürger Sachsen, nämlich in Kronstadt (Brassó). Im Hintergrund der sächsischen Bezüge der fürstlichen Repräsentation stehen meine stadtgeschichtlichen Forschungen über Kronstadt, die das Verhältnis der Gemeinschaft und der fürstlichen Macht zu Zeiten der Herrschaft von Gábor Bethlen