Ságvári Ágnes (szerk.): Budapest. Die Geschichte einer Hauptstadt (Budapest, 1974)

Dokumentensammlung

wird, sie seien Kommunisten, sondern auch kämpferische Gewerkschaftsmitglieder. Die faschistische Staatsmacht will auf diese Weise die Mitgliederwerbung der Gewerkschaften und die Stärkung der Arbeiterorganisationen verhindern, die Gewerkschaften zu Instru­menten des Faschismus machen und sich auf den Krieg vorbereiten. Protestiert auf jeder Versammlung gegen die Festnahme kämpferischer Arbeiter, fordert auf jeder Zusammenkunft die Freilassung der Inhaftierten, derjenigen, die rechtswidrig in Militärgefangnisse gesteckt wurden! Kämpfen wir vereint gegen die Aufrüstung, für höhere Löhne! Kämpfen wir in der Volks­front gegen die Kriegspolitik der Gömbös-Regierung, für den Frieden! Kämpfen wir für den Schutz unserer Gewerkschaften und ihr weiteres Erstarken! Protestieren wir auf jeder Versammlung, bei jeder Zusammenkunft gegen den Krieg und demonstrieren wir für den Frieden, um den imperialistischen Krieg der Faschisten, die sich auf neue weltweite Zer­störungen vorbereiten, zu verhindern! Nieder mit den faschistischen Kriegshetzern! Nieder mit der faschistischen Gömbös-Regierung, die sich auf den Krieg vorbereitet! Es lebe der Frieden! Es lebe die Sowjetunion! Es lebe die Aktionseinheit gegen den Krieg! Es lebe die antifaschistische Volksfront! Mit revolutionärem Gruß Das Budapester Parteikomitee der Kommunistischen Partei Ungarns Ausgabe: Dokumentumok a magyar forradalmi munkásmozgalom történetéből (Dokumente aus der Geschichte der ungarischen revolutionären Arbeiterbewegung) 1935—1945. Buda­pest 1964, S. 65—66. XXIII. An das Gewissen der Nation! Christliche ungarische Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler für die Rechtsgleichheit 6. Mai 1938 Wir, ungarische Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler, Vertreter verschiedener Welt­anschauungen und Parteien, wir, die wir aus verschiedenen sozialen Schichten kommen, in den verschiedensten Berufen und Arbeitskreisen tätig sind, wir, die wir uns alle die Er­haltung und den Aufschwung der tausendjährigen ungarischen Kultur zum Ziel setzen, wir, die wir alle aus christlichen Familien stammen, erheben, geleitet vom humanen Ehrgefühl und der wahren Christlichkeit, in der zwangsläufigen Einheit und Beständigkeit von Ver­nunft und Patriotismus unsere Stimme für das Prinzip der bürgerlichen Rechtsgleichheit. Dieses Prinzip würde im Fall einer Annahme der „Gesetzesvorlage zur wirksameren Si­cherung des sozialen Gleichgewichts“ aus der ungarischen Verfassung verschwinden. Die Vorlage verspricht die Sicherung des sozialen Gleichgewichts, erwähnt aber mit keinem Wort die Möglichkeiten der Verbesserung der Lage der finanziell am meisten benachteiligten und hilfsbedürftigsten Schichten. 122

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