Ságvári Ágnes (szerk.): Budapest. Die Geschichte einer Hauptstadt (Budapest, 1974)

Dokumentensammlung

jeden, wie es einen Trey-gehorsamben Burger gezihmet, vnd wohl anstehet, mich verhalten, vnd nachleben wolle, so wahr mir Gott helife. Deutscher Originaltext. Budapester Hauptstädtisches Archiv. Pester Archiv. Sitzungsproto­koll des Rates 1720—1722, S. 158—159. VII. Protokoll der ersten Sitzung des Pester Komitees für öffentliche Ruhe 15. März 1848 ... So lange, bis der löbliche Rat der Stadt Buda von der Stadt Pest umständlich über die stattgefundenen Ereignisse benachrichtigt werden könnte, zumal die erste Aufgabe des Komitees in der entschlossenen Aufrechterhaltung der Ordnung und des öffentlichen Mutes besteht, hielt es das Komitee im Geiste jener geschwisterlichen Verbundenheit, den es der Schwesterstadt gegenüber hegt, für unerläßlich,... den Hauptmann der Stadt Buda auf kurzem Wege davon zu verständigen, daß das Komitee zu diesem Zweck unter Über­gehung der Militärbehörde den patriotischen Eifer der bisher bestehenden Pester Bürger­wehr in Anspruch nahm, die sich auch unverzüglich versammelt hat und noch diese Nacht die Überwachung des öffentlichen Mutes übernimmt. Somit ersucht das Komitee den edlen Hauptmann der Schwesterstadt, auf ähnliche Art und Weise für den Mut der Schwester­stadt Sorge tragen zu wollen. Gegeben am obigen Tage, abends 10 Uhr. Leopold Rottenbiller, Vorsitzender des Komitees Gábor Klauzál Gáspár Tóth Pál Nyári Pál Vasváry Samu Egressy Sándor Petőfi József Irinyi Máthé Gyurkovics Im Namen der Bevölkerung der Stadt Pest beehren sich die Unterzeichneten der unga­rischen Nation offiziell mitzuteilen, daß die brüderliche Eintracht jene Reform, die in anderen Ländern Bürgerblut kostete, in Budapest innerhalb von 24 Stunden auf friedlichem und gesetzlichem Wege errang. Nachdem nämlich der Stadtrat mit der Wahlbürgerschaft Kenntnis davon erhielt, daß die Bürger und Einwohner der Stadt gemeinsam mit ihm über die ernsten Zeitgeschehnisse beraten wollen, öffnete er die jahrhundertelang verschlossenen Türen der Beratungssäle am 15. März 1848 nachmittags 3 Uhr dem Volk und machte sich, nachdem er dessen gesetzliche Wünsche gebührend zur Kenntnis genommen hatte, diese, deren Großteil er bereits seit längerem als patriotische Begehren selbst auch im Herzen gehegt hatte, einmütig und einstimmig zu eigen. Überdies unterschrieb er jene zwölf Punkte, auf deren gesetzliche Verankerung die Nation seit dem Jahr 1790 schon so oft gedrängt hat, während dieser Versammlung in Form einer an das Parlament zu richtenden Eingabe. 97

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