Budapest und Wien. Technischer Fortschritt und urbaner Aufschwung im 19. Jahrhundert - Veröffentlichungen des Wiener Stadt- und Landesarchivs 9. - Beiträge zur Stadtgeschichte 7. (Budapest - Wien, 2003)

Katalog - Budapest

215 Die Endstation der Franz-Joseph-Elektrische-Untergrundbahn am Vörös­­martyplatz, 1896. FSZEK Budapest Abteilung, Photosammlung ZÖ 631015/4B Die Station der Franz-Joseph-Elektrische-Untergrundbahn am Deákplatz, 1896. FSZEK Budapest Abteilung, Photosammlung ADI 700326/1. Die Zahnradbahn Sie war die dritte Gebirgsbahn mit Zahnradbetrieb in Europa und wurde im Juli 1874 eröffnet (die erste in Vitznau-Rig 1871, die zweite im März 1874 am Wiener Kahlenberg). Sie wurde von einem schweizerischen Unternehmen gebaut. Von der Ofener Stadtmeierei aus führte sie entlang der Diósárok zum Svábhegy, damals schon ein populärer Erholungs- und Ausflugsort. Die Stationsgebäude wurden mit Holzkonstruktionen in schweizerischem Stil errichtet. 1890 wurde die Bahn bis zum Széchenyi-Berg verlängert. Vor 1909 war sie nur von 15. April bis zum 15. Oktober in Betrieb. Der Wintersportbetrieb blühte auf dem Svábhegy erst ab den 1920er Jahren auf. 1926 ging die Zahnradbahn in das Eigentum der Hauptstadt über, 1929 wurde sie elektrifiziert. Die 1874 in Betrieb genommenen Wagen fuhren bis zur zweiten großen Renovierung im Jahr 1973. Die Zahnradbahn in den Budaer Bergen. Photoserie von György Klösz. BFL XI.916. 5/173-178 Die Ofener Gleitbahn Sie diente der schnellen und bequemen Anfahrt zur Ofener Burg, also der Einbeziehung der Burg - seit dem Ausgleich der Sitz der Regierung - ins Leben der Hauptstadt. Die Bahn, die nach den von Ödön Jurassek 1868 signierten Plänen gebaut wurde, wurde im Frühjahr 1870 in Betrieb genommen. Die Wagen wurden von einer Dampfmaschine angetrieben, die bei der unteren Station aufgestellt war. Sie wurde betriebseigen hergestellt, 1920 ging sie in die Verwaltung und das Eigentum der Hauptstadt über. Ihre Rekonstruktion und eine Elektrifizierung waren mehrmals geplant, doch wurden diese Projekte nie verwirklicht. Die Bahn wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Für einen Neubau tauchten schon in den 1960er Jahren Überlegungen auf, zu ihrer Wiedereröffnung kam es aber erst im Sommer 1986. Die zwei zerstörten Stationen wurden durch neue, modernen, zu der historisch wertvollen Umgebung passende Gebäude ersetzt. Die Laufbrücken, die die Bahn über spannen, wurden ebenfalls neu gebaut, die einstige Dampfmaschine wurde durch einen elektrischen Antrieb ersetzt. Die Gleitbahn dient heute in erster Linie dem Fremdenverkehr, da sich aus ihren Wagen ein einzigartiger Ausblick auf die Stadt Pest und das Panorama der Donau bietet. Plan des Werkhauses der Burgseilbahn. Entwurf: Ödön Jurassek, 1868. BFL XV.17.a. 302 BMT 611/a (53x41)

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