Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása

85 Jahr Scudo Zecchino Dukaten Taler Summe in Dukaten 1586 800 __ 2.42 5 100 3.225 1587 2.025 100 3.975 25 5.957,5 1588 800 ___ 3.350 650 4.590 1589 300 — 200 — 470 1590 300 ___ 975 150 1.365 1591 300 ___ 490 150 880 1592 __ ___ _ 27 5 220 1593 50 __ _ 15 0 165 11.200 100 16.915 5.475 31.515 Diese Ergebnisse haben natürlich nur dann Bestand, wenn er bei keiner einzigen Gelegenheit Schadensersatz zahlen musste. Dies ist allerdings aufgrund der Natur der Sache unvorstellbar. Scipione Bona gehörte auf alle Fälle zu den Kaufleuten und Ver­sicherern mit einer glücklichen Hand. Die von ihm selbst versicherte Fracht nahm kein einziges Mal Schaden und die durch ihn versicherten 253 Lieferungen wurden insge­samt 14 Mal (also zu 5,5%) teilweise beschädigt oder vollständig zerstört. Die Schiffe wurden von muslimischen oder uskokischen Piraten ausgeraubt, andere sanken im Sturm oder die Ladung wurde von den Hafenbehörden beschlagnahmt. Es kam auch vor, dass ganz einfach die Lederwaren aufgrund von schlechtem Wetter nass und da­durch zu Ausschuss wurden. Wenn Bona in allen Fällen verpflichtet gewesen wäre zu zahlen, dann wäre es ihm schlecht ergangen, denn er hätte in den 14 Fällen annähernd 2.000 Dukaten gezahlt, was die gesamte Summe, die er in den vergangenen 23 Jahren eingenommen hatte, weit überstiegen hätte. Davon kann allerdings nicht die Rede sein. Anhand der Randbemerkungen ist nämlich lediglich in drei Fällen nachzuweisen, dass er seinen Schadensersatzpflichten nachkam. Er bezahlte insgesamt 400 Dukaten und 50 Scudo, was 30% seiner gesamten Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft aus­machte. Diese Bezahlung leistete er zudem - ganz nach ragusanischer Praxis - mit ei­ner mehrjährigen Verspätung (zwei, vier bzw. sechs Jahre) anstelle der vertraglich festgeschriebenen Frist von vier Monaten. Von den 253 Verträgen beziehen sich 69 auf staatliche Lieferungen, die übrigen 184 Schriftstücke dienten der Versicherung von Privatpersonen. Der größte Teil der Transporte der Republik dienten dazu, die Nachfrage an Getreide und Öl zu decken. Die zahlreichen Unterzeichner aus dem Patrizierstand, unter denen sich fast immer auch Bona befand, versicherten zumeist Geld, dass in die Häfen von Sizilien, Puglia und Marche geschickt wurde sowie den von dort gelieferten Weizen bzw. das aus Puglia herbeigeschaffte Öl. Zu dieser Zeit treten auch Handelszentren in Albanien (Valona) oder in Griechenland (Lepanto oder Patras) in Erscheinung, wohin die

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