Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

Dokumentumok - III. A társaság működésével és felszámolásával kapcsolatos dokumentumok

270 kik. A raguzai Szent Péter és Szent Tamás apácakolostoroknak is hagy 10-10 perperát, hogy imádkozzanak érte. A jelenleg Budán levő Mihoc szolgája 180 tallért hozott neki, ez a bére legyen, mert hét éve szolgálja évi 20 dukátért. A többi szolga is kapja meg jo­gos bérét. Hagyatéki végrehajtóinak Nicolò testvérét, Marino Saracát és Vladislao Bonát teszi meg. A végrendeletének olyan hitelt tulajdonítsanak, mintha a raguzai köz­jegyző állította volna ki. A kézremegése miatt ő nem tudta aláírni, helyette négy tanú szignálta. A margi­nális jegyzet szerint Benedetto Saraca örököseinek járó 400 dukátot 1591. június 10-én foglalták le Savino Gőzzé javára. Er hinterlässt der Kathedrale von Ragusa 20 Taler, der Kirche des Heiligen Blasius 10 Taler und der Kirche der Jungfrau Maria in Dance 20 Taler. Er macht seit vielen Jahren in einer gemeinsamen Gesellschaft Geschäfte mit seinem Partner, Scipione Bona, wovon der Gründungsvertrag bzw. die täglich geschickten Briefe Bonas und die Geschäftsbücher des Erblassers, die sich alle in Ofen in seiner Lade befinden, Zeugnis ablegen. Die Geschäftsbücher sollen als beglaubigt angesehen werden. Aus diesen Büchern und aus den täglich geschickten Rechnungen geht hervor, in welchem Wert ihm Bona Ware auf Kredit geschickt hat. Auch diese Rechnungen sollen akzeptiert werden, wenn sie reell und juristisch in Ordnung sind. Der Erblasser hat seinem Partner täglich Bargeld und getrocknete Häute in einem Wert, der den eintreffenden Waren entspricht, geschickt. Unter diesem Titel schuldet er also [Bona] keine 1.000 Dukaten, denn er hat jeden gesendeten Dukaten (1 Dukaten = 28 Dinar) in die Buchführung aufgenommen, ebenso wie auch die Häute, über deren Verlauf [Bona] dem Erblasser die Rechnungen zeigen müsste. Ebenso verhält es sich auch beim Wechselkursunterschied, denn Bona hat die geschickten Taler besser als zum Kurs von 28 Dinar umgewechselt. Der Nutzen, der aus dem Wechselkursgewinn und aus dem Verkauf der Häute stammt, kann mehrere Tausend Dukaten ausmachen. Der Erblasser erklärt, dass etwa 30.000 Taler (1 Taler = 100 Soldo) in Form von Ware, Verbindlichkeiten, Häusern, Weinbergen, Gütern und Bargeld vorhanden sind. Das ist sein Gewinn aus der mühsamen und qualvollen Verwaltung des Geschäfts. Der Großteil des Gewinns geht daraus hervor, dass der Erblasser täglich zahlreiche Waren einer großen Zahl von Schuldnern gegen Kredit verkaufte. Von diesen steht ihm noch viel Geld zu. Die Außenstände bilden das gemeinsame Eigentum des Erblassers und seines Partners Bona. Die daraus stammenden Gewinne wie auch die Verluste werden später gleichmäßig aufgeteilt. Hierzu kann es bei der Eintreibung der Schulden kommen. Wenn Bona dies anders will, dann wird sich der Erblasser dem auf jegliche Art und Weise widersetzen. Alles, was der Erblasser sagt, ist vorurteilsfrei wahr, da er es entsprechend begründet hat und er kann mit seinen Argumenten vor jedes Gericht treten. Dem Erblasser steht neben der obigen Summe noch der Anteil am Gewinn der Geschäftstätigkeiten von Bona zu, die auf Rechnung der Gesellschaft

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