Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása
117 Stjepan im März 1592 bei Zülfikar Bég in Nógrád, im Mai bei Mehmed Beg in Szek- szárd und hierauf erging es ihm in Hatvan auch nicht besser: Stjepan Radmanovic verhinderte es, dass er das Haus und das Geschäft von Bucchia verkauft. Die Eintreibung von Schulden war ein gefährliches Geschäft, weswegen es bei dieser Gelegenheit auch zu „Unfällen” kam. Es entstanden kleinere Konflikte: Diener Ivan schlug vor Gericht auf den Tisch, weswegen Zamagna den in dieser Angelegenheit vorgehenden Tschausch Sefer mit einem Taler besänftigen musste. Ein anderes Mal musste er gegen einen Hodscha, der die Ragusaner beschuldigte, ein türkisches Buch von ihm gestohlen zu haben, eine s/c/7-Kopie erbeten. Im Juni 1593 geriet er in viel größere Kalamitäten. Sein Diener Jerko reiste mit einem Tschausch nach Weißenburg, um von den Juden Jussuf und Baruh eine Schuld von 871 Taler einzutreiben. Die Schuldner wollten nicht zahlen, weswegen Jerko einen ihrer Söhne nach Ofen schaffen lassen wollte. Auf der Reise kam es allerdings zu einer Auseinandersetzung, im Zuge derer der Diener den Jungen tötete. Die Juden leiteten sofort einen Prozess ein, denn mit der Verurteilung der Ragusaner hätten sie sich auch ihrer Schulden entledigt. Diese Geschichte kostete Zamagna 173 Taler. Für dieses Geld kaufte er dem Pascha und dem kethüda, dem Kadi und dem Wojwoden Stoffe. Für 24 Taler musste er auch zwei Zeugen heranschaffen, die die Rechtmäßigkeit der Forderung gegenüber den zwei Juden bezeugten. Die größten Unannehmlichkeiten hatte er wegen zwei - bereits erwähnten - Gläubigern, nämlich wegen Andela von Keve und des Juden Isak. Mit der Frau aus Keve hatte Bucchia jahrelang umfangreiche Geschäfte betrieben. Hierüber hatte er ein eigenes Rechnungsbuch geführt. Andela und ihr Sohn hatten ihren Einfluss der Entschiedenheit ihres türkischen Prokurators Hasan zu verdanken. Nach langem Prozessieren gelangten sie schließlich zu einem bedeutenden Teil ihrer Forderungen. Hierfür setzte ihr Tschausch alle Mittel ein: Im März 1593 brachte er Zamagna mit Gewalt nach Keve vor den dortigen Kadi. In den Jahren 1593 und 1595 ließ er ihn viermal wegen der Schulden in Keve ins Gefängnis werfen. Zamagna versuchte vergeblich, Hasan mit Geschenken versöhnlich zu stimmen. Der Tschausch verbitterte sein Leben bis zum Sommer 1595. Im August 1594 verhinderte er seine Heimkehr, er beschlagnahmte sein Pferd und zwei Maulesel, im Dezember nahm er ihm einen Säbel mit silbernem Griff und einen roten Hut ab. Als ähnlich unangenehmer Gläubiger erwies sich der Jude Isak. Wegen der Belästigungen gab Zamagna mehreren, am Hof des Paschas von Ofen über informelle Macht verfügenden Personen Tuchstoffe mit beträchtlichem Wert, und zwar nicht umsonst: Isak erhielt seine 200.000 letztlich nicht. Über die Tätigkeiten von Zamagna in Ofen sind uns - abgesehen vom Rechnungsbuch und von den Bescheinigungen - im Archiv von Ragusa kaum Spuren hinterlassen. Von seinem Briefwechsel mit Scipione Bona fand ich nur zwei Schriften. Hieraus lässt sich folgern, dass der Kontakt zwischen beiden nicht besonders eng war. In seinem Brief vom 18. April 1593 weißt Bona nämlich daraufhin, dass er ihm jetzt erstmals schreibt. Die Erbschaftsverwalter hatten zwischenzeitlich von Zamagna bereits zehn Berichte erhalten, die sie nicht lasen und deshalb auch nicht darauf antworte-