Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása

118 ten. Bona sah ihre Lage auch weiterhin als dunkel an: Wegen der italienischen Schulden, die mittlerweile auf 15.000 Dukaten angestiegen waren, konnte der Beauf­tragte aus Ragusa mit keinem Geld rechnen. Die Gläubiger konnte er nur mit dem Geld, das er in Ofen eintrieb, befriedigen. Hierzu gab Bona sein Einverständnis zum Verkauf der Weinberge und der Immobilien in Keve. In seinem Brief betonte er dabei Folgendes: Zuerst sollen die Türken, dann die Juden bezahlen, die übrigen folgen da­nach.166 Zamagna bat Bona im August 1593 darum, dass er ihn wegen der ständigen Belästigungen und Misserfolge von seiner Aufgabe entbinden solle, da er nicht in der Lage sei, diese zu erfüllen und ihn der Auftraggeber darin auch nicht unterstütze.167 Letzteres hätte Bona auch nicht tun können. Anfang 1594 wurde er schwerkrank. Auf diese Nachricht hin schickte der Bruder von Bucchia den Kanzler am 15. Februar so­fort zu Bona, um die Rechnungen der Gesellschaft zu holen, allerdings ohne Erfolg. Die Diener ließen niemanden ins Haus ein.168 Das Testament von Bona ist uns nicht überliefert. Auch den Zeitpunkt seines Todes kennen wir nicht. Soviel ist gewiss, dass er am 14. März nicht mehr unter den Lebenden war.169 Nach dem Tod von Bona und nach dem Inkasso der eingetriebenen Außenstände war der Aufenthalt von Zamagna im osmanischen Ungarn nicht mehr begründet, wegen der unbeglichenen Schulden konnte er Ofen aber nicht verlassen. Auf Ersuchen der Gläubiger verbot der Defterdár ihm im Februar 1593 und der Pascha im August 1593 ausdrücklich, der Stadt den Rücken zu kehren. Schließlich gelang es ihm Anfang August 1594, inmitten der Kriegsoperationen des Langen Türkenrieges in Slawonien und Ungarn, Ofen zu verlassen. Auf seinen Spuren befand sich der Tschausch Hasan, der den osmanischen Wachtstationen an der Kriegsstraße seine Personenbeschreibung übermittelte. Der Beg, der die Brücke von Esseg (Eszék, Osijek) bewachte, erkannte ihn und er musste trotz seiner Geschenke zurückkehren. Das grauhaarige Pferd, das er für die Reise gekauft hatte, hinterließ er im Franziskanerkloster von Vocin, aus dem es später die Tataren stahlen. Zum zweiten Mal wollte er Ofen am 23. Juni 1595 verlassen, die Schuldner von Bucchia hielten ihn aber wieder auf, weswegen er die Barkasse, die Richtung Belgrad ablegte, verpasste. Nachdem er die Angestellten im Amt des Kadis bestochen hatte, eilte er auf einem Kahn mit vier Ruderern am folgenden Tag nach Adony, wo er auf ein Schiff nach Belgrad umstieg. Von Belgrad aus setzte er seine Reise nach Ragusa mit einer Kutsche mit fünf Pferden unter dem Schutz eines Janitscharen fort. Wie sich herausstellte, brauchte er diesen auch, weil sie an der Grenze nach Ragusa von Janitscharen angegriffen wurden, die ihn wegen der sich bei ihm befindenden Dokumente der Spionage beschuldigten und ihn um 30 Taler „erleichterten”. 166 Dok. III. 23-24. 167 Dok. III. 25. 168 DAD Diversa Cancellariae Vol. 184, Fol. 170v—171 r. 169 DAD Diversa Cancellariae Vol. 184, Fol. 192v.

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