Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása
115 auch während des Liquidierungsprozesses an. Am Abwicklungsverfahren waren sechs Diener beteiligt: Ivan, Jerko, Josef, Pavle, Stjepan und zuvor Mihoc. Das Rechnungsbuch erwähnt außerdem Durko und Raosav, sowie darüber hinaus den Schreiber Ivan und die Dienstmagd Vera. Tonko Jovicic, den Zamagna nach Keve schickte, war möglicherweise kein Diener, sondern ein Beauftragter. Auf die große Zahl von Dienern, die sich bei Bucchia befunden hatten, weist bereits die Anweisung von Zamagna hin, die obige Namensreihe von zehn Personen richtet das Augenmerk erneut darauf, dass die Ofener Filiale der Gesellschaft von Bona und Bucchia zahlreiche Angestellte hatte und ein bedeutendes Unternehmen war. Über die Kaufleute aus Ragusa, die mit Zamagna zusammenarbeiteten, informieren die Unterschriften auf den Bestätigungen in Verbindung mit den Schenkungen. Anhand dieser kennen wir insgesamt die Namen von elf Kaufleuten. Zamagna kaufte in ihren Geschäften die Stoffe und sie waren bei der Übergabe der Geschenke anwesend.163 Um das seelische Wohlergehen der Ofener Kaufleute kümmerten sich in diesen Jahren noch kontinuierlich Franziskaner-Kaplane, nämlich Bruder Pavle und Bruder Andrija. Zu ihrer Versorgung und zum Unterhalt der Kirche trug auch Zamagna bei. Diese Daten sind natürlich nicht geeignet, um die Gesamtstärke der Kaufmannssiedlung von Ofen zu bestimmen, sie verweisen aber auf alle Fälle auf die Existenz einer größeren Kaufmannsgemeinde. Die Unterzeichner konnten wegen des offiziellen Charakters der Bescheinigungen nur Bürger von Ragusa sein, sie sind also als Kaufleute, die über eine selbständige Existenz verfügten, anzusehen. In den letzten Jahren vor dem Langen Türkenkrieg können wir hinsichtlich der in Ofen existierenden ragusanischen Geschäfte mit der Präsenz eines Dutzends von Kaufleuten und von etwa 40 bis 50 Dienern rechnen. Das Rechnungsbuch und die Bescheinigungen sind auch dazu geeignet, die wichtigsten Ereignisse des Abwicklungsverfahrens zu rekonstruieren. Nach seiner Ankunft in Ofen nahm Zamagna Kontakt zu drei hohen Würdenträgern des Vilayet-Sitzes auf und begann damit, nachdem er sich ein Bild über die Situation verschafft hatte, die größten Außenstände einzutreiben. Die erste bedeutendere Summe, nämlich 1.200 Taler, zählte der Mufti von Ofen nach einem Monat Aufschub Ende April 1592 aus. Noch im März ließ er die Bürgen des nach Wien geflohenen Péter deák verurteilen und begann damit, sich die Gelder von Bucchia zu verschaffen, die beim Fiskus „steckengeblieben” waren. Wegen der Höhe der Summe und des Widerstands des osmanischen Apparats erwies sich diese Aufgabe als die schwerste. Über die Entstehung der Schulden können wir uns nur aus den Andeutungen im Rechnungsbuch ein annäherungsweises Bild machen. Bucchia hatte dem Fiskus der Provinz eine beträchtliche Summe gewährt (gemäß der Instruktion von Zamagna handelte es sich um 5.600 Taler), die das Amt entweder nicht zurückzahlen wollte oder konnte. Darüber hinaus wurde ein Teil 163 Die Reihenfolge der Unterschriften unter Beibehaltung der ursprünglichen Namensform: Michele di Giorgi, Ivan Jovicich, Gregorio Ivanisev, Luca di Giorgi, Nicolö di Michele, Pasqual di Polo, Joseffo di Francesco, Stoian Stiepanov, Jacob Bencon, Ivan Tomich, Simun Bartolon.