A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
Schuldnern, obwohl im Rechnungsbuch kein Vermerk zu finden ist, dass er sie beglichen hätte. Ein außergewöhnlich klingender Name im Zehntverzeichnis aus den Jahren um 1510 ist derjenige von Jörig (György) Loprejti. 51 Es ist zu vermuten, dass der Name des Fleischers Jörig (György) Ruprecht aufgrund eines akustischen Missverständnisses in dieser Form verzeichnet wurde. Für ähnliche, falsch geschriebene deutsche Namen können in den Zehntregistern übrigens zahlreiche Beispiele aufgezeigt werden, da der Schreiber wahrscheinlich nicht hinreichend Deutsch konnte (siehe „ Galzone ", „Savor", „Sibolth", „ Thykh" usw.). Jörig (György) Ruprecht betätigte sich von 1504 bis 1510 als Fleischer selbständig in der Zunft. In den Zehntregistern tauchen einige Fleischer auf, die übrigens auch aus dem Rechnungsbuch bekannt sind, als deren Wohnort aber nicht die Fleischergasse angegeben ist. Der Fleischer Wolfgang (Farkas) Sánta spielt in beiden Zehntverzeichnissen eine Rolle. Im Verzeichnis aus der Zeit um 1510 wird die „Gegend des Stadels" als sein Wohnort angegeben. 52 Laut einer anderen Quelle befand sich der Stadel am Ufer der Donau und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der Ort mit den königlichen Getreidespeichern übereinstimmte, die in der Gegend des heutigen Adám-Clark-Platzes zu suchen sind. 53 Den N amen Wolfgang (Farkas) Sánta finden wir in dieser Form nicht im Rechnungsbuch. Berücksichtigen wir aber einige Aspekte, so lässt sich daraus folgern, welcher Name ihm entsprechen könnte. Erstens ist Wolfgang (Farkas) Sánta auch aus urkundlichen Quellen bekannt. In der Urkunde, die König Wladislaus (Ulászló) II. am 5. August 1514 ausstellte, transkribierte und bekräftigte er eine Reihe von Urkunden, die von seinen Vorgängern für die Fleischerzunft in früheren Zeiten ausgestellt worden waren und die ihm die Meister Wolfgang (Farkas) Sánta und Thomas (Tamás) Tibolt („ prudentes et circumspecti Woljfgangus Santha et Thomas Thybolth carnifices in suburbio huius civitatis nostre Budensis residentes ") im Namen der Fleischerzunft vorgelegt hatten. 54 Zweitens müssen wir darauf verweisen, dass im Rechnungsbuch bei der Zusammenstellung der sich von Jahr zu Jahr wiederholenden Listen über die zwei Forint, die für die Fleischereien gezahlt werden mussten, einer hierarchischen Ordnung gefolgt wurde. Die erste Plätze gebührten den beiden Zunftmeistern und dem - in der Regel einen - Meister, der den Titel eines städtischen Schöffen trug. Diesen folgten die acht vereidigten Meister, dann wurden die Namen der einfachen Meister registriert und schließlich kamen die Witwen, die das Meisterrecht für sich beanspruchten. Es ist nicht meine Aufgabe, mich ausführlich mit dieser Frage auseinanderzusetzen, ich hebe als 51 „Georgius Lopreythv in platea Mezaros" (SZAKÁLY/SZÜCS, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 11/137). 52 „Farkas Santta mezarus" (ebenda, 1/461); ..Farkas Santa mezarws prope Chyr" (ebenda, 11/452). 53 „Farkas Timar penes Danubium prope Chir" (ebenda, 11/40); „Stephanus Koach de orreo regis" (ebenda, 1/535). 54 5. VIII. 1514/2. VI. 1519 (Hauptstädtisches Archiv Budapest (BFL). XV. 5. Nr. 11, (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Photosammlung der mittelalterlichen Urkunden (DF), 286058), Nr. 16).