A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
1529 zahlte die Witwe von Niclas (Miklós) Sibenbürger 11 Forint Hauspacht („hausczins") an die Meister. Von den Häusern der Fleischerzunft können wir lediglich eines mittels urkundlicher Quellen mit einem bestimmten Ort in Verbindung bringen. In einer Immobilienangelegenheit wird eines der Häuser der Zunft als Nachbarhaus auf dem Gebiet des Burgviertels erwähnt, und zwar in der Apotheker-Reihe. 24 Auch die Angaben des Zehntverzeichnisses lassen sich vermutlich mit demselben Haus in Verbindung bringen: Um 1510 wohnte Matthias (Mátyás) Szabó im Haus der Fleischer neben der städtischen Küche." 5 Dieses Haus war also am Marktplatz des deutschen Stadtteils in Nachbarschaft zu den Fleischereien errichtet worden. Leider geben die Quellen nicht genug Anhaltspunkte, um zu bestimmen, welches der oben aufgezählten Häuser sich in der Reihe der Apotheker befand. Wo wohnten die deutschen Fleischer zu Ofen? Unter den Angaben des Rechnungsbuches beziehen sich ziemlich wenige auf das Hauseigentum der Zunftmitglieder. Ziehen wir aber weitere Quellen heran, dann können wir unser Wissen bedeutend erweitern. Vor allem die Auswertung von zwei einzigartigen Verzeichnissen des - ansonsten ärmlichen - schriftlichen Quellenmaterials von Ofen, nämlich von zwei Registern des Weinzehnts vom Beginn des 16. Jahrhunderts, können uns bei unserer Arbeit helfen. Diese werden noch durch einige weitere urkundliche Überlieferungen ergänzt. Die zwei kürzlich publizierten Zehntverzeichnisse bilden die reichste Quelle für die verschiedenen Straßennamen und für die Personennamen des über Weinbergbesitz verfügenden Bürgertums. Das eine Register stammt aus dem Jahre 1505. das andere aus den Jahren um 1510. Beide enthalten die Namen der Weinbergbesitzer in der Reihenfolge der Bezeichnung der Weinhänge, wobei in den meisten Fällen auch ihre Wohnstätten genannt werden. 26 Bereits zu Beginn der Analyse müssen wir aber beachten, dass die Liste nicht alle Weinhänge der Ofener Feldflur enthält, sondern nur das Gebiet, das zum Bistum von Weißbrunn (Veszprém) gehörte und das damals auch als „Großes Messer 1 ' („nagy kés") oder als 23 27. IV. 1529 (ebenda, fol. 142v). 24 1. IX. 1462: ..una domus lapidea in série Apothecariorum, in vicinitatibus domorum confraternitatis camificum ab una" (Ungarisches Staatsarchiv (MOL). Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 15766). 25 „Matthias Zabo residens in domo carniftcium. .. Matthias Zabo penes coquinam civitatis" (SZAKÁLY, FERENC/SZŰCS, JENŐ: Budai bortizedjegyzékek a 16. század első harmadából [Die Ofener Register des Weinzehntes aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts] (= História Könyvtár - Okmánytárak, 4). Budapest 2005.11/373. 538 (Im Register ist die Angabe 11/373 fälschlich als „Máté" angegeben!). 26 1505. Ungarisches Staatsarchiv (MOL). Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 38658; um 1510: Ofener Weinzehntregister (Archiv des Erzbischofes und des Domkapitels Veszprém, Wirtschaftsarchiv des Kapitels). Publiziert in SZAKÁLY/SzÜCS, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], S. 39-64 und 65-93.