A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

14. Mai 1471 bekräftigt. In dieser werden die Fleischereien in westlicher Nachbar­schaft eines Hauses in der Apotheker-Gasse erwähnt. 8 Die im Rechnungsbuch erwähnten etwa 40 Fleischereien passen aber kaum in den obigen, ziemlich engen Raum. Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass die deutschen Fleischer-wenn auch vielleicht nicht auf dem Marktplatz der Ungarn - sicherlich auch auf dem Markt­platz unterhalb der Burg ihre Waren anboten. Wir können also auch die dortigen Flei­schereien in die Gesamtzahl von etwa 40 einberechnen, auch wenn uns über diese Fleischereien keine weiteren Angaben zur Verfügung stehen. Schlachthof und Fleischereien befanden sich in Ofen also relativ weit voneinan­der entfernt. Dieser Sachverhalt wurde wesentlich durch die natürlichen Gegebenhei­ten beeinflusst, denn der Marktplatz war im Zentrum der auf einen Berg gebauten Stadt (also des Burgviertels oder - gemäß dem damaligen Sprachgebrauch des Cas­trum) errichtet worden, während sich der Schlachtplatz am dafür geeigneten Donauu­fer befand. Dieses war zwar hinsichtlich der Luftlinie nicht weit entfernt, der Höhenunterschied zwischen den beiden Orten war aber beträchtlich und erschwerte damit den täglich notwendigen Transport. Diese Situation ist übrigens naturgegeben. Auch anderswo beeinflussten natürliche Gegebenheiten entscheidend den Ort des Schlachthofes, während sich die Fleischereien am Marktplatz befinden mussten. In Ödenburg (Sopron) beispielsweise befand sich der Schlachthof in der Vorstadt, vor dem Hinteren Tor, am Ufer des Baches, der sich aus den die Innenstadt umgebenden Wassergräben speiste, während die Fleischereien in der Innenstadt am Salzmarkt, nahe des erwähnten Hinteren Tores standen. 9 Hier befanden sich die Fleischereien und der Schlachthof aufgrund glücklicher Umstände also nahe beieinander. Auch hier wa­ren die natürlichen Gegebenheiten ausschlaggebend für die Bestimmung der Lage des Schlachthofes und die Fleischereien gelangten auf den Marktplatz nahe der Innenstadt. Das Beispiel der Königsstadt Agram (Zagreb) ist - alleine schon wegen der natürlichen Ausgangsbedingungen - der Situation von Ofen besonders ähnlich. Das Schlachten der Tiere erfolgte im Tal unterhalb des Grec-Berges, am Bach mit dem Na­men Medvednica, die Fleischereien hingegen befanden sich auf dem Marktplatz, der im Zentrum der auf dem Berg errichteten Stadt lag. 1 8 14. V. 1475/22. IX. 1475: „...domum lapideam eiusdem Leonardi in dicta civitate nostra Budensi, in platea Apothecariorum, in vicinitatibus Philippi Magni ab aquilone, et sedium semellarum a meridionali et Emerici Bornemissa ex opposito ab orientali, ac macellorum carnium ab occidentali partibus existentibus (!)..."Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL) 17675. 9 MOLLAY, KÁROLY: Sopron vármegye vázlatos története [Skizzenhafte Geschichte des Komitats Sop­ron]. In: Sopron és környéke műemléklei. Magyarország Műemléki Topográfiája II. [Denkmäler in Sopron und seiner Umgebung. Denkmaltopographie Ungarns, II]. Budapest 1956, S. 39-112. 10 KLAIC, NADA: Povijest Zagreba. I. Zagreb u srednjem vijeku [Geschichte von Zagreb, Bd. 1 : Zagreb im Mittelalter]. Zagreb 1982.

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