A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Die Häuser der Fleischerzunft Aufgrund der Angaben des Rechnungsbuches scheint es so, dass die Zunft der deut­schen Fleischer zwar Häuser hatte, keines darunter aber so beschaffen war, dass die Meister dort gemeinsame Zusammenkünfte abgehalten hätten. In einem Teil der Ein­tragungen auf den Seiten des Zunftbuches wurde festgehalten, bei welchem Meister sich die übrigen Meister der Zunft bei der einen oder anderen Gelegenheit versammelt hatten. (Unter den übrigen Meistern sich offensichtlich nicht alle Meister, sondern die beiden Zunftmeister und die acht vereidigten Meister zu verstehen.) Unsere Informati­onen sind sehr unzulänglich und können keinesfalls als umfassend bezeichnet werden. Sie sind daher für eine detaillierte Analyse untauglich und können nur als Grundlage einiger allgemeiner Folgerungen dienen. In dem Schriftstück stoßen wir insgesamt auf die drei folgenden Namen: Niclas (Miklós) Reichel, Hans (János) Kren (f 1526/1527) und Wolfgang (Farkas) Schreiber. 11 Verglichen mit der Gesamtzahl der Zunftmitglie­der ist das eine sehr geringfügige Zahl. Im Lichte weiterer Angabe über die einzelnen Personen wird aber ihre jeweilige Rolle verständlich. Die Meister Wolfgang (Farkas) Schreiber, Niclas (Miklós) Reichel und Hans (János) Kren ließen zusammen mit den hier nicht in Erscheinung tretenden Meistern Hans (János) Schus und Hans (János) Bodó im Jahre 1519 am Ofener Kapitel die früheren Privilegien der Zunft transkribie­ren. 12 Die Versammlungen der Zunftmeister und der vereidigten Meister wurden also in der Regel im Hause des einen oder anderen wohlhabenden, eine wichtige Rolle im Leben der Zunft spielenden vereidigten Meister abgehalten. Die Zunfthäuser wurden im Rechnungsbuch im Jahre 1510 aufgeführt. 13 Damals besaß die Zunft drei Häuser und eine Küche. Hinsichtlich dieser Immobilien wurde schriftlich festgehalten, welche Summe man in Falle einer Verpachtung für sie erhal­ten müsste. Für das „große Haus" erwartete man eine Pacht von 45 Forint, für das „kleine Haus", zu dem ein großer Keller gehörte, eine von 50 Forint und für die Küche eine von 18 Forint. Für das dritte Haus dachte man an 32 Forint Pacht. Leider wurde über die Zahlung der Pachtsummen in Zunftbuch keine jährliche Rechenschaft abge­legt. Wir verfügen aber über einzelne verstreute Angaben. Am Tag des Heiligen Ge­orgs im Jahre 1504 zahlte Jakab, der Diener eines - vermutlich - italienischen Händlers mit dem Namen Johannes Baptista, der geschäftliche Beziehungen zur Zunft 11 Niclas (Miklós) Reichel: 11. III. 1501 (Zunftbuch, fol. I7r); 13. VI. 1510 (ebenda, fol. 57r); 10. III. 1519 (ebenda, fol. 3r): 15. XII. 1519 (ebenda, fol. 13v); 11. III. 1520 (ebenda, fol. 108r). Hans (János) Kren: 4. III. 1514 (ebenda, fol. 75r); 22. XII. 1516 (ebenda, fol. 91v); 5. II. 1517 (ebenda, fol. 96v). Wolfgang Schreiber: 6. III. 1511 (ebenda, fol. 58v). 12 2. VI. 1519. Hauptstädtisches Archiv Budapest (BFL), XV. 5. Nr. 11. (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Photosammlung der mittelalterlichen Urkunden (DF), 286058). Zur Quellenpublikation siehe Quellen II, Nr. 18. 13 1510: „Item vermerkeht wie man dy czech heyser hyn last vmb ain czlnss. Item das gras haus last man umb ain czinss fl. XLV. Item das klain haüss mit dem grassen keller fl. L. Item dy küchenn last man umb ain czlnss fl. XVIII. Item von dem klain haüss do der eysner In ist do gait man czlnss do von fl. XXXII." (Zunftbuch, fol. 54v).

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