Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)
Okmánytár
In den folgenden Tafeln sind die Helden nach ihren Chargen aufgezählt, darunter 32 Officiere. Der Unterbau dient einer Gruppe zur Basis, welche auf einfache, allgemein verständliche Weise die zu verewigende Handlung bezeichnet. Die Gefallenen sind in der Person eines Kriegers dargestellt, der, im Sinken noch sein tapferes Schwert festhaltend, von einem Engel mit dem Lorbeer geschmückt wird. Mit der anderen Hand deutet der Engel nach oben dass jenseits noch über das Schlachtfeld hinaus, der Ruhm fortwähre und seine Vergeltung finde, wo menschliches Wirken nicht mehr hinaufreicht. Über der Gruppe erhebt sich ein hochstrebender Dom zu ihrem Schutze, der mit hochauslaufender Thurmspitze in einem Kreuze endigt. Die ganze architektonische Schöpfung ist mit fachgemästen Ornamenten umflochten. Rings um die Kuppel sind sechs auf zarten Säulen stehende Figuren aus Bronze angebracht, welche von militärischen Tugenden „die Treue zur Fahne, Wahrheit, Religion, Grossmuth nach dem Siege, Wachsamkeit und Aufopferung" darstellen. Jede Figur ist mit einem gothischen Baldachin überdeckt. Die Zeichnung dieses herrlichen Cenotaphiums wurde auf Allerhöchsten Befehl S[eine]r Majestät vom k. k. Hofbaurathe Sprenger entworfen und nach Allerhöchster Genehmigung auch von demselben ausgeführt, welcher sich damit ein bleibendes Anrecht auf Nachruhm gesichert und die sprechende Anerkennung seines Monarchen in der allergnädigsten Verleihung des Komthurkreuzes des Franz-Josef-Ordens gefunden hat. Der k. k. Professor F. Bauer hat die schöne Gruppe modellirt und das Fürstlich Salm'sehe Eisen-Etablissement in Wien hat den Guss in so vollendeter Weise ausgeführt. Die sechs kleinen Figuren sind vom Bildhauer Gasser modellirt. Das ganze Metallgewicht beträgt über 1200 Zentner. Auf Befehl S[eine]r Majestät war der Saal im hiesigen Landhause kostbar und sinnreich geschmückt, um am heutigen Tage die aus allen Theilen der Monarchie angelangten Officiere und Mannschaften, welche bei der Vertheidigung Ofens gegenwärtig oder aus dieser Veranlassung dekorirt waren, als Gäste des Kaisers aufzunehmen. Am Schlüsse des militärischen Mahles, bei dem die geladene Generalität mit den Mannschaften der Vertheidiger eingetheilt sass, brachten S[ein]e k. k. Apostolische Majestät einen Toast aus, in welchem Allerhöchstdieselben den Namen der in treuer Pflichterfüllung, heldenmüthig gefallenen ehrende Rückerinnerung schenkten. Kanonendonner begleitete die erhebenden kaiserlichen Worte. 434