Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)
Okmánytár
Kurz nachdem der Parlamentair Ofen verlassen hatte eröffnete der Feind vom Kreidenbruch nächst dem Kalvarienberge, vom kleinen Schwabenberg und Blockberg ein lebhaftes Kugel und Granatfeuer aus 3 12 pfundigen Batterien wozu etwas später eine Raketen Batterie von dem Spitzberg aus zu spielen begann. Die bei dem Kreidenbruch aufgestellte feindliche Batterie wurde jedoch von der Rondelle Nr. 6 und Josefi Bastion so wirksam beschossen, dass sie sich nach dem 1 Geschütz demontirt und 2 Pferde erschossen worden waren in eine grössere Entfernung zurückziehen mussten. Gegen die Batterien auf dem Bloks- und kleinen Schwabenberg spielten die Geschütze der Rondelle 1-2-3-4 und die Batterie Nr. 1. Leider zeigte sich hier, dass die so wirksamen eisernen 12 pfundigen Kanonen nicht in Gebrach genommen werden konnten, in dem es wegen dem Bau der Kasematlafetten nicht möglich war, diesen Geschützen die für die Entfernung und Höhe der feindlichen Batterien nöthigen Elevation zu geben, welcher Umstand für die Vertheidigung natürlich von nachtheiligen Folgen war indem auf diese Punkte nur mit den metallenen Geschützen gewirkt werden konnte. Uiberdies hatte der Feind seine Positionen so gut gewählt, und seine Geschütze mit Intervallen von 80 bis 100 Schritten aufgestellt, dass es der Artillerie nur zum Lobe gereichen kann auch auf dem Bloksberg ein Geschütz demontiert zu haben. Gegen Vi 6 Uhr Abends führ eine Batterie im Eszterházischen Holzmeierhofe auf und richtete ihr Feuer gegen die Josefi Bastion wurde aber von dort so nachdrüklich beschossen, dass sie sich nach einigen Lagen zurück ziehen musste. Nach 6 Uhr Abend fielen 2 vom Blockberg abgeschossene Kugeln in das Wasserretranchement nächst der Kettenbrücke; da dort bisher keine Kugeln gefallen waren, so glaubte man dass diese von Pest herübergeschossen wurden und erstattete in diesem Sinne dem Herrn Festungskommandanten irriger Weise in diesem Sinne die Meldung hierüber, worauf das Bombardement von Pest angeordner wurde, welches auch von 8 bis 9 Uhr Abends mit grössten Eifer aus Kanonen und Mörsern, jedoch nur mit, mit halber Sprengladung und ohne Brandkugeln adjustirten Bomben betrieben wurde. Am folgenden Tage wurde der Stadt Pest mittelst an sie gesendete Plakate eröffnete, dass: im Falle noch ein Schuss von dort gegen Ofen fallen Pest ohne Nachsicht bombardiert werden würden, worauf der dortige Magistrat feierlich erklärte, dass von Pest aus nicht geschossen wurde. 366