Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)

Okmánytár

Um 6 Vi Uhr fing das Wachgebäude bei der Burg und das daranstossende Erzherzogliche Magazin durch das feindliche Geschütz und Raketenfeuer entzünden zu brennen an und da das Feuer nicht gelöscht werden konnte, so brannten diese Gebäude auch gänzlich ab. Die ziemlich bedeutende Entfernung der feindlichen Batterien hatte deren Treffsicherheit sehr aufgehoben, so dass im Verhältniss der grossen Anzahl Schüsse nur sehr wenig Erfolg bemerkbar wurde indem die Geschosse statt der Festungs Batterien die in deren Nähe liegenden Häuser trafen. Der Verlust des Feindes mag an diesem Tage wenigstens 300 bis 400 Mann an Toden und Verwundeten betragen haben (nach Anderen 700 bis 800 Mann) In der Feste waren 5 Offiziere verwundet (wovon Lieutnant Sardi von Graf Ceccopieri Infanterie starb) und 26 Mann an Toden und verwundeten. Während der Nacht wurden die beschädigten Pallisaden im oberen Wasserretranchement hergestellt und zur grösseren Deckung der Geschütze Brustwehren mit Halbmertons aus Sandsäcken und Erde erbaut. Das Wienerthor wurde auf 2 Klafter mit Trottoirsteinen zu verlegen angefangen. Die Nacht selbst verlief ziemlich ruhig. Am 5. Mai Mit Anbruch des Tages fin das Plänkeln der Infanterie so wie ein äusserst lebhaftes Geschützfeuer von beiden Seiten wieder an und wahrte bis gegen Mittag wo dann das feindliche Feuer bedeutend abnahm, wahrscheinlich war der Mangel an Munition, welcher bei dem heftigen Feuer und schwierigen Zufuhr eintreten musste, hieran schuld. Nichts desto weniger glaubte man das Schweigen der feindlichen Geschütze dem Herannahen eines Entsatzes zu schreiben zu müssen, wozu noch der Umstand kam, dass sich die Honvéds Nachmittags aus der Wasserstadt zurückgezogen hatten. Auch die in der früh wie am vergangenen Abend im Eszterhazischen Meierhofe placierte Batterie dem Feuer der Josefi Bastion zu sehr ausgesetzt wurde zurück gezogen. Der Nachmittag verstrich, wenige Granatenwürfe abgerechnet ruhig; doch zeigte sich der Feind Abends wieder in der Wasserstadt in reichlicher Anzahl, schien einen Sturm unternehmen zu wollen und suchte daher die Aufmerksamkeit durch erneuertes heftiges Feuer auf dem Bloks- und kleinen Schwabenberg zu lenken. Zu diesem Behufe hatte er auf dem Bloksberg 2 bis 3 Geschütze mehr aufgeführt und zum Theil von der Kuppe herab näher gegen die Fest vorgeschoben. 367

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