Szita László (szerk.): Előadások és tanulmányok a török elleni visszafoglaló háborúk történetéből 1686-1688 (Pécs, 1989)
Előadások és tanulmányok - Zusammenfassung: Gerhard Seewann
Festigung seiner politischen Position erreichte der Wiener Hof durch grausame Repressalien, durch Prozesse aufgrund fingierter Anklagen, die Brandschatzung von Städten und die militärische Besetzung Siebenbürgens. Auf diese Weise brachte man die ungarischen Stände so weit, die männliche Erbfolge im österreichischen und spanischen Zweig der Habsburger anzuerkennen und auf das auf die Goldene Bulle von 1222 zurückgeführte Widerstandsrecht der Stände gegenüber dem Herrscher zu verzichten. Damit hörte Ungarn auf, ein Wahlkönigtum zu sein. Die umfangreichere Abhandlung von Imre Dankó: „Erinnerungen an den Caraffa-Wirkungskreis" greift eine Episode aus der Reihe der gewalttätigen politischen Ereignisse heraus, die in der vorhin genannten Studie von Varga zusammenfassend dargestellt wird. Die Brandschatzung der Stadt Debrecen mit den damit einergehenden erbarmungslosen Quälereien ihrer Bürger wird von D. aufgrund einer vollständigen Wiedergabe des Textes des vom Stadtnotar J. Pósalaki angefertigten Protokolls geschildert. Im Anschluß daran veranschaulicht D. unter Heranziehung seiner jahrzehntelangen ethnographischen Forschungen über den sogenannten „Caraffa-Wirkungskreis", wie sehr die Erinnerung an diesen in der Volksüberlieferung bis heute lebendig geblieben ist. István Sugár analysiert in seinem Beitrag „Die Kapitulation von Erlau und ihre näheren Umstände" die Geschichte der Rückeroberung dieses bedeutenden Vilajet-Zentrums und der berühmten Burg. Diese wurde über ein halbes Jahr lang von den kaiserlichen Truppen belagert. Vorbereitung und Durchführung der Kapitulation von Erlau ist im historischen Bewußtsein sowie in der Fachliteratur mit dem Namen Caraffas verbunden. Dieser spielte unzweifelhaft eine bedeutende Rolle, doch der Hauptverdienst gebührt S. zufolge dem Oberstleutnant Markgrafen Giovanni Doria, den Max Emanuel mit der Belagerung und Blockade von Erlau beauftragt hat. Doria selbst hat schließlich den Kapitulationsvertrag ausgestellt, der nach seiner Vorlage beim König allerdings von Caraffa eigenmächtig abgeändert wurde. S. hat die beiden Fassungen der Kapitulationsurkunde miteinander verglichen. Győző Bezerédy bietet eine „Darstellung von Dunaszekcső und der Burg Sellye auf Siegeln" und verbindet diese mit einer siedlungsgeschichtlichen Skizze dieser beiden Markorte, von denen ersterer auf der bedeutenden Heerstraße entlang der Donau, letztere in der Drauebene liegt. Unter Vergleich der auffindbaren Siegel und in Auswertung von deren Angaben nach den Methoden der Sigillographie schildert er anschaulich die Befestigungsanlagen beider Orte während der Türkenzeit. György Timárs Beitrag über „Die Bevölkerungskontinuität in der Baranya zur Türkenzeit" greift zum ersten Mal das Problem der Kontinuität in unserer Region auf und weist überzeugend nach, daß zwar Bevölkerung wie Dörfer der Zahl nach in dieser Periode in großem Ausmaß abgenommen haben