Szita László (szerk.): Előadások és tanulmányok a török elleni visszafoglaló háborúk történetéből 1686-1688 (Pécs, 1989)

Előadások és tanulmányok - Zusammenfassung: Gerhard Seewann

andererseits aber eine Kontinuität der ungarischen Bevölkerung während der gesamten Periode festzustellen ist. Ein Teil der Familien überlebte die einein­halb Jahrhundert währende Türkenzeit sogar in ihren eigenen Dörfern. Her­vorzuheben ist auch die von T. angewandte Methode, die der Autor für seine Untersuchung entwickelt hat. Stjepan Srsan untersucht in seinem Beitrag „Die Türkenzeit in der kroati­schen Literatur" deren Aussagen zum Türkenproblem auf dem Gebiet Kroa­tiens. S. stellt fest, daß bislang keine umfassende Bibliographie der Literatur zu dieser Periode vorliegt und auch die Archivmaterialien unbearbeitet geblie­ben sind. Für die bedeutendsten Quellen erachtet S. die Akten der Regierungs­organe. Danach stellt er die Fachliteratur vor, gegliedert nach thematischen Schwerpunkten: sowohl die Quelleneditionen als auch die in Kroatien erschie­nene historische Sekundärliteratur bis zur Gegenwart. Durch die Übersetzung dieses Beitrags kann die Arbeit von S. für ungarische wie für kroatische For­scher als grundlegendes Werk für ihre weiterführenden Forschungsarbeiten dienen. Die Studie von Gusztáv Heckenast über „Neue Betriebsformen im ungari­schen Handwerk an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert" lenkt die Auf­merksamkeit darauf, daß zu diesem Zeitpunkt in der Entwicklung des Hand­werks in Ungarn zahlreiche neue Phänomene auftauchen, die - auch unter dem unmittelbaren Einfluß der Türkenkriege und vor allem in der Eisenver­hüttung - auf die Entstehung einer Manufakturindustrie hinauslaufen. Gábor Farkas würdigt die Publikation „Von Ofen bis Belgrad. Ausgewählte Quellen zur Geschichte der Rückeroberung Ungarns von den Türken" und weist in seiner Vorstellung dieses Werkes auf zahlreiche neue Zusammenhänge hin, die unsere Geschichtsschreibung bei der Beschäftigung mit dieser The­matik zu neuen Bewertungen motivieren wird. In dem abschließenden Beitrag von László Szita über „Probleme der For­schung zum Türkenfeldzug 1687/88" werden die einschlägigen Quellen in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt. Die einzige Möglichkeit, um in der Forschung voranzukommen, stellt die Bearbeitung der Quellen in den Ar­chiven der westlichen Länder dar. Ferner klärt er im Zusammenhang mit der Geschichte der Feldzüge mehrere Probleme, die sich aus der falschen Identifi­kation von Orten ergeben haben. DR. GERHARD SEEWANN (München)

Next

/
Thumbnails
Contents