Szita László (szerk.): Előadások és tanulmányok a török elleni visszafoglaló háborúk történetéből 1686-1688 (Pécs, 1989)

Előadások és tanulmányok - Zusammenfassung: Gerhard Seewann

Bariska, György Haraszti und J. János Varga herausgegeben wurde. Dieses Werk eröffnet für die Forschung über diese Periode ganz neue Perspektiven. In der Reihe dieser Werke verdient auch das vom Komitatsarchiv der Baranya herausgegebene Buch „Von Ofen bis Belgrad. Ausgewählte Quellen zur Ge­schichte der Türkenfeldzüge 1686-1688" genannt zu werden, das László Szita zusammengestellt und redigiert hat. Auf der Basis dieser Publikation kann nunmehr die Geschichte der Feldzüge dieser Jahre bereits authentisch dargestellt werden. Dennoch wartet auf die ungarische Geschichtswissenschaft eine riesige Forschungsarbeit, um die Pe­riode bis zum Frieden von Karlowitz 1699 in gleicher Weise ausreichend aufzu­arbeiten. Nach 1686 war die Schlacht am Berge Harsány vom 12. August 1687 der entscheidendste Sieg. In Kenntnis der Korrespondenz des bayerischen Kur­fürsten Max Emanuel, des Kaisers Leopold I., Papst Innozenz XI, des russi­schen Zaren, des schwedischen Königs Karls IX und der übrigen Herrscher Europas können wir die Richtigkeit dieser Aussage nachweisen. Den 300. Jahrestag dieses Sieges feierte Ungarn mit der Veranstaltung einer internatio­nalen wissenschaftlichen Konferenz auf der Burg von Siklós im August 1987. Die in der Regel zu Studien ausgearbeiteten Vorträge dieser Konferenz und mehrere thematisch einschlägige Quellenmitteilungen haben wir aus dem Grunde hiermit vorgelegt, damit in Ergänzung zu dem die Feldzüge wider­spiegelnden Quellenband die Analyse der grundlegenden Fragen und Probleme der Feldzüge von 1686-1688 in Form von Abhandlungen ebenfalls zur Ver­fügung stehen. Die Studie von Ferenc Szakály „Über den historischen Stellenwert der Be­freiungskriege (Wer ist verantwortlich für die Verwüstung der besetzten Ge­biete?)", die als Einleitung zur wissenschaftlichen Konferenz vorgetragen wurde, stellt eine neue Wertung der Geschichte dieser Feldzüge dar, die von einer neuen Auffassung geprägt wird. Sz. weist nach, was die Geschichtsschrei­bung in Ungarn ursprünglich dazu bewogen hat, diese Feldzüge feindselig zu interpretieren. Aufgrund genauer Daten weist Sz. ferner nach, daß die Ver­nichtung der einheimischen Bevölkerung nicht von den Truppen der Heiligen Liga sondern in erster Linie von den grausamen Exzessen der tatarischen Truppen aus dem türkischen Heer verursacht wurde. Der Vortrag von Lajos Nagy zur Geschichte der „Schlacht von Nagyhar­sány" skizziert die Ereignisse des Feldzuges von 1686/87 anhand der im Werk „Von Ofen dis Belgrad" dokumentierten Quellen und kann als die bisher detaillierteste Beschreibung der Schlacht angesehen werden. Die vom Autor vorgenommene Identifikation der Topographie des Schlachtfeldes steht im Widerspruch zu den entsprechenden Feststellungen im nachfolgenden Artikel von Csaba D. Veres: „Wo fand die zweite Schlacht von Mohács oder die Schlacht am Berge Harsány am 12. 8. 1687 statt?" V. unterzieht die zeit-

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