Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

Das Nahen der Front führte zu einer panikartigen Fluchtwelle, die selbst die Evakuierungspläne durcheinanderbrachte. Franz Wida berichtet von den Gescheh­nissen in der Gemeinde Jarek in der südlichen Batschka, die 1941 wieder Ungarn angeschlossen wurde, sowie von seinen Erlebnissen während der Evakuierung wie folgt: „Im Jahre 1944, am 8. Oktober, sind wir von zu Hause weg. Samstag nacht ist ein Mann gekommen und hat gerufen an der Tür, hat geklopft und gesagt: 'Aufmachen, aufstehen, und morgen früh um 8 Uhr müßt ihr auf der Straße stehen. Mit dem Wagen, wenn ihr einen Wagen habt.' Wer Pferde gehabt hat, die sind Samstag nachmittag weg. Wer keine Pferde gehabt hat so wie wir, wir haben keins gehabt , wir sind erst Samstag mittag.mit den deutschen Soldaten, mit Lastwagen, nach Neusatz (Újvidék, Novi Sad) gefahren, und dort haben sie unsere ganzen Sachen, was wir gehabt haben, weggenommen. Wir haben nur das mitnehmen dür­fen ... Wir haben es hochgeworfen und er runter. Haben alles runtergeworfen. Wir hatten kein Stück Brot gehabt. Dann sind wir auf das Schiff gekommen. Dann haben wir nichts zu essen gekriegt. Von Neusatz sind wir nach Vukovar, von Vukovar nach Mohács. In Mohács haben wir zum ersten Mal Essen gekriegt. In Mohács sind wir vom Schiff herunter, und sind in den Ziegelofen hineingekommen. Dort waren wir zwei Tage. Nach 2 Tagen sind wir einwaggoniert worden. Es waren offene Viehwag­gons. Es hat geregnet, was es konnte. Von Mohács bis Fünfkirchen in den offenen Viehwaggons wir waren naß, bis wir nach Fünfkirchen gekommen sind. (...) Dann sind wir in nicht offene Waggons umwaggoniert worden. Von dort sind wir dann bis Sopron gefahren. Wir hatten einige Male Aufenthalt gehabt. Dann sind wir Kinder, weil wir kein Essen gehabt haben, betteln gegangen. Wenn der Zug gestanden hat, dann hat es geheißen, er bleibt 34 Stunden stehen. Dann sind wir Kinder, in den Ortschaften betteln gegangen. Es war wie überall auf der Welt: Wer viel Geld gehabt hat, der hat nichts gegeben. Die armen Leute, die haben gerufen: 'Kinder, kommt daher, ihr kriegt was.' Hier ein Stückchen Kuchen oder ein Stück Brot oder sonst etwas (...) Sie haben uns gegeben. Bei Sopron haben wir gehalten. Dann waren die Schienen kaputt. Es war vorher Bombenngriff, dann waren die Schienen hin. Noch haben wir nicht weiter können. Es war ein Gelberübenfeld. Bis wir weggefahren sind, waren keine gelben Rüben mehr dort. Wir haben alle schon geholt. Nicht nur wir alleine. Die ganzen Leute, die in den Waggons drin waren, weil ja kein Mensch zu essen gekriegt hat. Dann sind wir anch Wiener Neustadt gekommen. Dann haben wir zum ersten Mal was gekriegt zu essen. Dann ist Fliegeralarm gekommen. Dann haben sie uns auf die offenen Strecken geschoben. Wie der Fliegeralarm zu Ende war, dann sind wir wieder herein. Dann sind wir bis Salzburg gekommen. Dort war auch Fliegeralarm. Dann haben sie uns zwischen die Berge hineingeschoben. Wie der Fliegeralarm zu Ende war, dann hat eine Frau angefangen zu kochen. Dort neben dem Zug, hinten drin. Es war so ein kleines Tablett. Sie hatte ein kleines Kind und wollte für das Kind

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